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Rostock/Neubrandenburg: Verkehrskampagne „Fahren. Ankommen. LEBEN!“ hat neue Kontrollschwerpunkte

Im letzten Jahr gab es einen Rückgang bei getöteten Radfahrern, aber mehr Unfälle insgesamt. Die Polizei setzt auf Geschwindigkeit und Zweiradfahrer.

Foto: Depositphotos

Rostock/Neubrandenburg (ost)

Im letzten Jahr gab es in Mecklenburg-Vorpommern fast ein Viertel weniger Todesfälle von Radfahrern (Fahrräder und Pedelecs) bei Verkehrsunfällen. Gleichzeitig stieg jedoch die Gesamtzahl der Unfälle mit beteiligten Fahrradfahrern. Um die Sicherheit im Straßenverkehr für die besonders ungeschützten Verkehrsteilnehmer zu verbessern, startet die Polizei in diesem Monat erneut ihre Verkehrskampagne „Fahren.Ankommen.LEBEN!“ und führt verstärkte Kontrollen mit dem Schwerpunkt Zweiradfahrer durch. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Thema Geschwindigkeit, das seit Jahren zu den Hauptunfallursachen in M-V zählt.

Im vergangenen Jahr wurden landesweit 710 Verkehrsunfälle mit Personenschäden aufgrund von nicht angepasster oder überhöhter Geschwindigkeit registriert. Im Vorjahr lag die Zahl bei 650, was einem Anstieg von 9 % im Jahr 2025 entspricht.

Bei den Radfahrern gab es in Mecklenburg-Vorpommern im letzten Jahr insgesamt einen Anstieg der Unfälle (plus 4,2 %), aber einen deutlichen Rückgang bei tödlichen Unfällen (minus 23,5 %). Insgesamt wurden 1.633 Personen mit ihrem Fahrrad verunfallt (2024: 1.541 Personen). Davon starben 13 (2024: 17). Die Zunahme an Verletzten bei Unfällen zeigt die Gefahr für Fahrradfahrer im Straßenverkehr. Im letzten Jahr wurden zudem 1.376 Personen leicht verletzt, ein Anstieg von knapp sieben Prozent. Weitere 244 Radfahrer wurden schwer verletzt (ein Plus von 2,5 %).

Aufgrund dieser Entwicklungen werden ab heute in ganz Mecklenburg-Vorpommern spezielle Verkehrskontrollen durchgeführt, um die Sicherheit im Straßenverkehr zu gewährleisten.

Die Polizei empfiehlt allen Radfahrern grundsätzlich:

Im Zusammenhang mit Kindern gilt: Kinder bis zum vollendeten achten Lebensjahr müssen auf Gehwegen fahren, Kinder bis zehn Jahre dürfen es. Begleitet eine Aufsichtsperson die Kinder auf dem Rad, darf auch diese auf dem Gehweg fahren. Wie überall im Straßenverkehr ist gegenseitige Rücksichtnahme wichtig, insbesondere gegenüber Fußgängern.

Die Kontrollen richten sich neben Radfahrern auch an Nutzer von Pedelecs (Fahrräder mit elektrischer Unterstützung und einem Elektromotor) und S-Pedelecs (fortgeschrittene Variante mit einer Höchstgeschwindigkeit von etwa 45 Stundenkilometern), sowie an Moped-, Motorrad- und Rollerfahrern.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Mecklenburg-Vorpommern für 2023

Im Jahr 2023 gab es insgesamt 55.641 Verkehrsunfälle in Mecklenburg-Vorpommern. Davon waren 4.880 Unfälle mit Personenschaden, was 8,77% aller Unfälle ausmacht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 2,21% der Gesamtzahl aus, was 1.228 Unfällen entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel waren mit 334 Fällen oder 0,6% vertreten. Die meisten Unfälle (88,42%) waren übrige Sachschadensunfälle, insgesamt 49.199. Innerhalb der Ortslage ereigneten sich 3.500 Unfälle (6,29%), außerorts (ohne Autobahnen) 2.320 Unfälle (4,17%) und auf Autobahnen 437 Unfälle (0,79%). Bei den Verkehrsunfällen gab es 57 Getötete, 1.105 Schwerverletzte und 5.095 Leichtverletzte.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 55.641
Unfälle mit Personenschaden 4.880
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 1.228
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 334
Übrige Sachschadensunfälle 49.199
Ortslage – innerorts 3.500
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 2.320
Ortslage – auf Autobahnen 437
Getötete 57
Schwerverletzte 1.105
Leichtverletzte 5.095

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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