Ein 47-jähriger Mann aus dem Landkreis Rostock fiel auf die Betrugsmasche herein und überwies rund 20.000 Euro an unbekannte Täter, die sich als Arbeitskollegin ausgaben.
Rostock: Opfer von „Love Scamming“ verliert 20.000 Euro

Landkreis Rostock (ost)
Ein 47-jähriger Mann aus dem Landkreis Rostock ist Opfer der Betrugsmasche des sogenannten Love Scamming geworden und hat dabei einen finanziellen Schaden in Höhe von rund 20.000 Euro erlitten.
Nach bisherigen Erkenntnissen begann der Kontakt mit einer vermeintlichen Angestellten des gleichen Arbeitgebers. Über einen Zeitraum von etwa einem Jahr entwickelte sich ein intensiver Nachrichtenaustausch über mehrere Messenger-Dienste.
Im Verlauf der Kommunikation gaukelten die bislang unbekannten Tatverdächtigen dem arglosen Geschädigten wiederholt angebliche finanzielle Notlagen vor. Der Mann wurde dadurch mehrfach dazu gebracht, Geldbeträge sowie Gutscheinkarten zu übermitteln.
Erst als die tatsächliche Arbeitskollegin von den Gefühlen des Mannes erfuhr und klarstellte, dass sie zu keinem Zeitpunkt mit ihm in Kontakt gestanden hatte, wurde der Betrug aufgedeckt.
Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.
Aus diesem Anlass warnt die Polizei vor der Betrugsmasche des „Love Scamming“. Betrügerinnen und Betrüger nutzen hierbei gezielt emotionale Bindungen aus, um an Geld zu gelangen.
Die Polizei empfiehlt daher:
1. Seien Sie misstrauisch bei schnellen Liebesbekundungen von unbekannten Personen, insbesondere wenn diese über soziale Netzwerke oder Messenger-Dienste erfolgen.
2. Überweisen Sie niemals Geld oder senden Gutscheine an Personen, die Sie nicht persönlich kennen.
3. Hinterfragen Sie ungewöhnliche Notlagen oder wiederholte Geldforderungen kritisch.
4. Prüfen Sie die Identität der Person, beispielsweise durch persönliche Treffen oder Videoanrufe.
5. Brechen Sie den Kontakt sofort ab, wenn Ihnen etwas verdächtig erscheint und informieren Sie im Zweifel die für Sie zuständige Polizeidienststelle.
Quelle: Presseportal
Cybercrime-Statistiken in Mecklenburg-Vorpommern für 2022/2023
Die Cyberkriminalitätsraten in Mecklenburg-Vorpommern zwischen 2022 und 2023 zeigen einen leichten Rückgang. Im Jahr 2022 wurden 919 Fälle registriert, wovon 382 aufgeklärt wurden. Die Anzahl der Verdächtigen betrug 328, darunter 209 Männer, 119 Frauen und 40 Nicht-Deutsche. Im Jahr 2023 wurden 818 Fälle gemeldet, von denen 409 gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen stieg auf 394, mit 244 männlichen, 150 weiblichen und 40 nicht-deutschen Verdächtigen. Im Vergleich dazu verzeichnete Berlin im Jahr 2023 die höchste Anzahl an registrierten Cyberkriminalitätsfällen in Deutschland mit 22125 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 919 | 818 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 382 | 409 |
| Anzahl der Verdächtigen | 328 | 394 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 209 | 244 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 119 | 150 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 40 | 40 |
Quelle: Bundeskriminalamt








