Zollamt Rostock findet 770 Gramm Cannabis und 873 Gramm Khat in einem Paket aus Ghana, das als Geschenk angemeldet wurde. Naturseife und Tee sollten die Drogen verschleiern.
Rostock: Postpaket mit Cannabis und Khat entdeckt

Stralsund (ost)
Etwa 770 Gramm Cannabis und 873 Gramm der Kaudroge Khat hat das Zollamt Rostock am 04.11.2025 in einem Paket entdeckt.
In dem als Geschenk angemeldeten Paket aus Ghana, stießen die Zollbeamten unter anderem auf eine braune zähflüssige Masse und lose getrocknete Blätter einer Pflanze. Laut Aussage des Anmelders sollte es sich dabei um Naturseife und Tee handeln.
Aufgrund der untypischen Gerüche wurden Drogenschnelltests auf Cannabis und Khat durchgeführt, welche „positiv“ reagierten. Um letzte Zweifel bei der „Naturseife“ auszuräumen, wurde zusätzlich ein erfahrener Rauschgiftspürhund angefordert, der durch typisches „Einfrieren“ an den Waren des Paketes die Vermutung der Zollbeamten bestätigte.
Die Pressesprecherin des Hauptzollamtes Stralsund, Sabine Mattil: „Das Anzeigeverhalten unseres Zollhundes, ein Verharren mit der Schnauze an den Drogen, hat den Anfangsverdacht der Kollegen bestätigt. Dies zeigt wieder, wie unverzichtbar unsere vierbeinigen Kollegen in unserem Arbeitsalltag sind. Hier hat Zollhund „Satan“, der für uns seit 2015 im Einsatz ist, gezeigt, dass er trotz seines betagten Dienstalters immer noch den richtigen „Riecher“ hat und nicht müde wird.“
Gegen den in Rostock wohnenden Empfänger des Paketes leitete das Zollamt ein Strafverfahren ein, auch wenn dieser angab, nichts von den Drogen zu wissen. Sowohl Cannabis als auch das Khat wurden sichergestellt. Die weiteren Ermittlungen hat das Zollfahndungsamt Hamburg mit Dienstsitz in Rostock übernommen.
Zusatzinformation:
Khat ist eine Kaudroge. Es wird hauptsächlich in Äthiopien, Kenia, Jemen und dem Oman angebaut und konsumiert. Es handelt sich dabei um die Zweigspitzen und jungen Blätter des Khatstrauchs. Das darin enthaltene Cathinon unterliegt dem Betäubungsmittelgesetz.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Mecklenburg-Vorpommern für 2022/2023
Die Drogenraten in Mecklenburg-Vorpommern zwischen 2022 und 2023 zeigen einen leichten Rückgang. Im Jahr 2022 wurden 8223 Fälle erfasst, wovon 7758 gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen betrug 6598, wobei 5556 männliche und 1042 weibliche Verdächtige waren. 713 Verdächtige waren nicht-deutscher Herkunft. Im Jahr 2023 wurden 7972 Fälle von Drogenkriminalität registriert, wobei 7575 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen sank auf 6573, wobei 5585 männlich und 988 weiblich waren. 875 Verdächtige waren nicht-deutscher Herkunft. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 mit 73917 die höchste Anzahl an Drogenfällen in Deutschland.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 8.223 | 7.972 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 7.758 | 7.575 |
| Anzahl der Verdächtigen | 6.598 | 6.573 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 5.556 | 5.585 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 1.042 | 988 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 713 | 875 |
Quelle: Bundeskriminalamt








