Ein alkoholisierter Fahrer verursacht einen Unfall, beleidigt die Polizei und widersetzt sich den Kontrollmaßnahmen.
Rostock: Verkehrssünder sorgt für Aufregung

Rostock (ost)
Aufgrund eines Verkehrsunfalls an der Kreuzung der B105 und der Straße An der Krim waren Beamte der Polizei Bad Doberan am Abend des 25.11.2024 im Einsatz. Alkoholeinfluss wird als mögliche Unfallursache vermutet.
Nach den bisherigen Erkenntnissen der Verkehrsunfallermittlungen lässt sich der Unfallhergang wie folgt darstellen. Ein 64-jähriger Fahrer eines Chevrolet fuhr gegen 19:45 Uhr die Straße An der Krim in Richtung der Kreuzung mit der B105. Zeugenberichten zufolge verfehlte der deutsche Fahrer beim Versuch rechts abzubiegen die Kurve und fuhr dann mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit über die Verkehrsinsel geradeaus in einen Straßengraben. Dabei verfehlte er das Fahrzeug der Zeugen nur knapp.
Der offensichtlich stark alkoholisierte Fahrer reagierte vor Ort unvermittelt verbal aggressiv auf die eingesetzten Beamten und beleidigte sie fortlaufend. Er verweigerte auch die medizinische Untersuchung durch Rettungskräfte aufgrund der erlittenen Kopfverletzungen infolge des Unfalls. Der in Bad Doberan ansässige Tatverdächtige versuchte vielmehr, sich den weiteren Kontrollmaßnahmen, auch durch körperliche Gegenwehr, zu entziehen, weshalb er vorübergehend von den Polizeikräften fixiert werden musste.
Er lehnte einen Atemalkoholtest ab. Aufgrund der offensichtlichen körperlichen Beeinträchtigung wurde eine Blutprobe entnommen.
Am Fahrzeug des Verkehrssünders entstand ein Sachschaden von etwa 3000 Euro. Das Auto wurde abgeschleppt.
Der Tatverdächtige muss sich nun unter anderem wegen des Verdachts der Gefährdung des Straßenverkehrs und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte verantworten. Die diesbezüglichen Ermittlungen obliegen nun der Kriminalpolizei Bad Doberan.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Mecklenburg-Vorpommern für 2023
Die Verkehrsunfallstatistik für Mecklenburg-Vorpommern im Jahr 2023 zeigt insgesamt 55.641 Unfälle. Davon entfallen 4.880 Unfälle auf Personenschäden, was 8,77% aller Unfälle ausmacht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machen 1.228 Fälle aus, was 2,21% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 334 Fällen registriert, was 0,6% aller Unfälle ausmacht. Die restlichen Sachschadensunfälle belaufen sich auf 49.199 Fälle, was 88,42% aller Unfälle entspricht. Innerorts ereigneten sich 3.500 Unfälle (6,29%), außerorts (ohne Autobahnen) 2.320 Unfälle (4,17%) und auf Autobahnen 437 Unfälle (0,79%). Insgesamt gab es 57 Getötete, 1.105 Schwerverletzte und 5.095 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 55.641 |
| Unfälle mit Personenschaden | 4.880 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 1.228 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 334 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 49.199 |
| Ortslage – innerorts | 3.500 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 2.320 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 437 |
| Getötete | 57 |
| Schwerverletzte | 1.105 |
| Leichtverletzte | 5.095 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








