Die Polizei ermittelt nach Verbreitung manipulierter Bilder unter Schülern auf Rügen. Es wurden strafbare Handlungen festgestellt.
Rügen: Polizei warnt vor WhatsApp-Stickern

Rügen (ost)
Am Mittwoch, dem 17.06.2026, wurde den Behörden auf Rügen ein Fall gemeldet, bei dem das Bild einer jungen Geschädigten offensichtlich digital verändert und dann über einen Messenger-Dienst verbreitet wurde.
Nach den bisherigen Informationen kamen die Geschädigte und ihre Erziehungsberechtigten auf eine Polizeistation und erstatteten Anzeige. Es wird behauptet, dass ein Bild des Gesichts des Kindes mit pornografischen Inhalten kombiniert und dann als sogenannter WhatsApp-Sticker an mehrere Schüler weitergeleitet wurde.
Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Derzeit wird untersucht, welche strafrechtlichen Bestimmungen in diesem speziellen Fall möglicherweise erfüllt sind. In diesem Fall stehen insbesondere Untersuchungen im Zusammenhang mit der Verbreitung pornografischer Inhalte im Raum. Darüber hinaus können solche Handlungen – je nach den Umständen des Einzelfalls – auch weitere straf- oder zivilrechtliche Konsequenzen haben. Dazu gehören zum Beispiel Beleidigungsdelikte oder Verstöße gegen Persönlichkeits- und Bildrechte.
Die Polizei nutzt diesen Vorfall, um insbesondere Kinder, Jugendliche und Heranwachsende für den verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien zu sensibilisieren. Was auf den ersten Blick wie ein Scherz oder ein „lustiger Sticker“ erscheinen mag, kann für die betroffenen Personen ernste persönliche Folgen haben und strafrechtlich relevant sein.
Wenn jemand Bilder anderer Personen ohne deren Zustimmung bearbeitet, verfälscht oder verbreitet, kann dies ihre Rechte verletzen. Insbesondere wenn die Inhalte sexualisiert, beleidigend oder herabwürdigend sind, handelt es sich keineswegs um einen harmlosen Spaß.
Die Polizei weist außerdem darauf hin, dass strafrechtliche Ermittlungen oft die Sicherung digitaler Beweismittel erfordern. Dies kann die Beschlagnahme oder Auswertung von Mobiltelefonen und anderen elektronischen Geräten umfassen.
Eltern sollten frühzeitig mit ihren Kindern über die Risiken und Konsequenzen der digitalen Kommunikation sprechen. Kinder und Jugendliche sollten sich bewusst sein, dass im Internet und in Messenger-Diensten dieselben Regeln des respektvollen Umgangs gelten wie im persönlichen Leben. Schulen, die das präventive Angebot der Polizei im Umgang mit digitaler Sicherheit im Landkreis Vorpommern-Rügen nutzen möchten, können sich für weitere Informationen oder Terminvereinbarungen an die Präventionsberaterinnen der Polizeiinspektion Stralsund per E-Mail an: sbe-praevention-pi.stralsund@polmv.de wenden.
Quelle: Presseportal








