Kriminalpolizei ermittelt nach Betrügereien in Boizenburg, Gadebusch, Schwerin und Rostock. Warnung vor persönlichen Datenweitergabe.
Schwerin: Falsche Bankmitarbeiter ergaunern Geld

Boizenburg (ost)
Nachdem es in der vergangenen Woche zu mehreren Betrugsfällen durch falsche Bankangestellte in den Gebieten Boizenburg, Gadebusch, Schwerin und Rostock gekommen ist, führt die Kriminalpolizei nun Ermittlungen durch.
Am vergangenen Freitag wurde der Polizei in Boizenburg ein ähnlicher Vorfall gemeldet.
Ein 36-jähriger Mann aus der Umgebung von Boizenburg erhielt am Donnerstagabend einen Anruf von einem unbekannten Täter. Der vermeintliche Angestellte einer Bankfiliale informierte ihn darüber, dass ein angeblicher Transaktionsfehler aufgetreten sei und der 36-Jährige drei Echtzeitüberweisungen tätigen müsse, um seine Identität zu bestätigen und das Geld zurückzubuchen. Der 36-Jährige folgte den genauen Anweisungen des Betrügers und verlor dadurch einen Geldbetrag in vierstelliger Höhe.
Die Polizei warnt vor solchen Betrugsmaschen und empfiehlt, keine persönlichen Daten wie Bankkontonummern, Kreditkartendaten oder andere Zugangsdaten (z. B. PayPal) an Dritte weiterzugeben. Gewähren Sie unbekannten Anrufern niemals Zugriff auf Ihren Computer, zum Beispiel durch die Installation von Fernwartungssoftware. Wenn Sie Zweifel an der Echtheit des Anrufs haben, wenden Sie sich sofort an Ihre Bank und erkundigen Sie sich über die Richtigkeit des vorherigen Telefongesprächs.
Weitere potenzielle Opfer, die betrügerische Anrufe erhalten haben, werden gebeten, sich mit ihrer örtlichen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen, um eine Anzeige zu erstatten.
Quelle: Presseportal
Cybercrime-Statistiken in Mecklenburg-Vorpommern für 2022/2023
Die Cyberkriminalitätsraten in Mecklenburg-Vorpommern zwischen 2022 und 2023 zeigen einen leichten Rückgang. Im Jahr 2022 wurden 919 Fälle erfasst, während es im Jahr 2023 nur noch 818 waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg jedoch von 382 im Jahr 2022 auf 409 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen stieg ebenfalls von 328 im Jahr 2022 auf 394 im Jahr 2023. Davon waren 244 männliche Verdächtige und 150 weibliche Verdächtige. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen blieb konstant bei 40. Im Vergleich dazu verzeichnete die Region Berlin im Jahr 2023 mit 22125 die höchste Anzahl an registrierten Cyberkriminalitätsfällen in Deutschland.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 919 | 818 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 382 | 409 |
| Anzahl der Verdächtigen | 328 | 394 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 209 | 244 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 119 | 150 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 40 | 40 |
Quelle: Bundeskriminalamt








