Anlässlich des bevorstehenden Karfreitags plant die Polizei landesweite Schwerpunktkontrollen gegen illegale Rennen und Fahrzeugmanipulationen. Null Toleranz für Verstöße.
Schwerin: Polizei kündigt Kontrollaktion an

Schwerin (ost)
Anlässlich des bevorstehenden Karfreitags, der sich in der Tuning- und Autoszene als sogenannter „Carfriday“ etabliert hat, kündigt Innenminister Christian Pegel landesweite Schwerpunktkontrollen an. Im Fokus stehen illegale Kraftfahrzeugrennen, technische Manipulationen an Fahrzeugen sowie das sogenannte „Posing“ auf öffentlichen Straßen und Parkplätzen.
Innenminister Christian Pegel: „Illegale Rennen sind kein Spaß, sondern eine ernste Gefahr für alle Verkehrsteilnehmer. Wer glaubt, öffentliche Straßen als Rennstrecke nutzen oder mit illegalen Umbauten ungestraft Aufsehen erregen zu können, irrt sich gewaltig. Wir werden konsequent kontrollieren und Verstöße ohne Ausnahme ahnden. Unsere Botschaft ist klar: Null Toleranz zum Schutz aller Verkehrsteilnehmer.“
Die Erfahrungen zeigen, dass es an diesem Tag vermehrt zu gefährlichen Fahrmanövern, unzulässigen Fahrzeugveränderungen und riskantem Fahrverhalten kommt. Die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer hat dabei höchste Priorität. Die Entwicklung der Strafanzeigen in Mecklenburg-Vorpommern zeigt über die Jahre einen deutlichen Anstieg. Allein im letzten Jahr wurden 206 Straftaten in diesem Zusammenhang registriert. Davon waren 27 Verkehrsunfälle. Insgesamt kamen dabei 18 Personen zu Schaden.
Innenminister Christian Pegel appelliert: „Genießen Sie den Frühling auf legale Weise. Tuning und Autobegeisterung sind kein Problem, solange sie im Rahmen der Verkehrsvorschriften stattfinden.“
Hintergrund:
Seit 2017 gelten verbotene Kraftfahrzeugrennen nicht mehr als Ordnungswidrigkeit, sondern als Straftat. Das gilt auch für Einzelpersonen, die fahren, als wären sie in einem Rennen. Der aktuell gültige bundeseinheitliche Tatbestandskatalog eröffnet zudem weitreichende Sanktionsmöglichkeiten. So drohen etwa auch bei Belästigung durch unnützes Hin- und Herfahren, bei vermeidbaren Lärm- und Abgasbelästigungen oder in Fällen, in denen sich durch Tuning die Abgas- und Geräuschwerte verschlechtern und dadurch die Betriebserlaubnis erlischt, Bußgelder.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Mecklenburg-Vorpommern für 2023
Die Verkehrsunfallstatistik für Mecklenburg-Vorpommern im Jahr 2023 zeigt insgesamt 55.641 Unfälle. Davon endeten 4.880 Unfälle mit Personenschaden, was 8,77% aller Unfälle ausmacht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 2,21% der Unfälle aus, was 1.228 Unfällen entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel machten nur 0,6% der Gesamtunfälle aus, was 334 Unfällen entspricht. Die meisten Unfälle (88,42%) waren Übrige Sachschadensunfälle, insgesamt 49.199. Innerorts gab es 3.500 Unfälle (6,29%), außerorts (ohne Autobahnen) 2.320 Unfälle (4,17%) und auf Autobahnen 437 Unfälle (0,79%). Insgesamt gab es 57 Getötete, 1.105 Schwerverletzte und 5.095 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 55.641 |
| Unfälle mit Personenschaden | 4.880 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 1.228 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 334 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 49.199 |
| Ortslage – innerorts | 3.500 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 2.320 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 437 |
| Getötete | 57 |
| Schwerverletzte | 1.105 |
| Leichtverletzte | 5.095 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








