Die Schweriner Polizei verfolgte einen 18-jährigen Deutschen nach Verkehrsgefährdung in Lankow. Der Fahrer ignorierte Anhaltesignale und fuhr auf dem Gehweg.
Schwerin: Polizei stellt Führerschein eines Motorradfahrers sicher

Schwerin (ost)
Am Montagmorgen folgte die Polizei in Schwerin einem Hinweis auf einen Motorradfahrer, der angeblich wiederholt Verkehrsverstöße in der Nähe einer Kindertagesstätte und einer Schule im Stadtteil Lankow begangen haben soll.
Nach den bisherigen Informationen soll der Motorradfahrer mehrmals einen Straßenbahnübergang in der Rahlstedter Straße befahren haben, der für Kraftfahrzeuge nicht freigegeben ist. Beamte trafen den Mann dort am Montag um 07:25 Uhr an und gaben ihm Anhaltesignale. Der Fahrer ignorierte die Anweisungen der Polizei. Stattdessen fuhr er mit seinem Motorrad auf dem Gehweg der Rahlstedter Straße, direkt in der Nähe einer Kindertagesstätte. Dabei kam es fast zu einer Kollision mit einer 42-jährigen Fußgängerin.
Der Motorradfahrer setzte seine Fahrt über die Julius-Polentz-Straße und die Plöner Straße in Richtung Grevesmühlener Straße fort. Aufgrund des starken Verkehrs zu diesem Zeitpunkt brachen die Beamten die direkte Verfolgung ab. Der Fahrer setzte seine Fahrt mit seinem KTM-Motorrad in Richtung Weststadt fort.
Im Laufe des Vormittags konnten die Polizeibeamten den Motorradfahrer identifizieren und finden. Nach aktuellen Informationen handelt es sich um einen 18-jährigen Deutschen aus Schwerin.
Gegen den 18-Jährigen wird nun wegen des Verdachts der Gefährdung des Straßenverkehrs und des Verdachts einer grob verkehrswidrigen und rücksichtslosen Fahrweise ermittelt. Die Polizei beschlagnahmte seinen Führerschein und leitete ein Strafverfahren ein.
Die Ermittlungen dauern an. Personen, die am gestrigen Montag oder an den Tagen zuvor durch die Fahrweise eines KTM-Motorradfahrers in der Gegend von Lankow gefährdet wurden, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0385/ 5180 2224 oder per E-Mail an kk.schwerin@polmv.de bei der Polizei zu melden.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Mecklenburg-Vorpommern für 2023
Im Jahr 2023 gab es in Mecklenburg-Vorpommern insgesamt 55.641 Verkehrsunfälle. Davon endeten 4.880 Unfälle mit Personenschaden, was 8,77% aller Unfälle ausmacht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden betrafen 1.228 Fälle, was 2,21% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 334 Fällen registriert, was 0,6% aller Unfälle ausmacht. Die meisten Unfälle, nämlich 49.199 Fälle, endeten mit nur Sachschaden, was 88,42% aller Unfälle entspricht. Innerorts ereigneten sich 3.500 Unfälle (6,29%), außerorts (ohne Autobahnen) 2.320 Unfälle (4,17%) und auf Autobahnen 437 Unfälle (0,79%). Insgesamt gab es 57 Getötete, 1.105 Schwerverletzte und 5.095 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 55.641 |
| Unfälle mit Personenschaden | 4.880 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 1.228 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 334 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 49.199 |
| Ortslage – innerorts | 3.500 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 2.320 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 437 |
| Getötete | 57 |
| Schwerverletzte | 1.105 |
| Leichtverletzte | 5.095 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








