Zum sechsten Mal wurde heute der Sonderpreis „Sport statt Gewalt“ vom Landesrat für Kriminalitätsvorbeugung Mecklenburg-Vorpommern (LfK M-V) in Kooperation mit dem Landessportbund Mecklenburg-Vorpommern verliehen. Christian Pegel betonte als Vorsitzender des Landesrates für Kriminalitätsvorbeugung in seiner Laudatio anlässlich der Preisverleihung in der Sportschule des Landessportbundes in Warnemünde: „Sportvereine stehen in unserem Land ganz oben als gesellschaftlicher Integrationsfaktor, gerade auch für unsere Jugend. Sporttreiben in der Gemeinschaft und im Verein vermittelt Orientierung, Bindung, Toleranz, fairen Umgang und Akzeptanz von Regeln. Sportangebote haben darüber hinaus auch eine gewaltpräventive Wirkung, denn sie vermindern Gelegenheitsstrukturen für Jugendgewalt und sie stärken die Persönlichkeit.“
Schwerin/Rostock: Sonderpreis „Sport statt Gewalt 2026“ verliehen

Schwerin/Rostock (ost)
Der Sonderpreis „Sport statt Gewalt“ wurde heute zum sechsten Mal vom Landesrat für Kriminalitätsvorbeugung Mecklenburg-Vorpommern (LfK M-V) in Zusammenarbeit mit dem Landessportbund Mecklenburg-Vorpommern verliehen.
Seit 2020 werden Sportvereine aus Mecklenburg-Vorpommern ausgezeichnet, die sich über ihre eigentliche sportliche Tätigkeit hinaus in besonderer und nachahmenswerter Weise auch um die Vorbeugung und Verhinderung von Gewalt und Kriminalität verdient machen.
Christian Pegel betonte als Vorsitzender des Landesrates für Kriminalitätsvorbeugung in seiner Laudatio anlässlich der Preisverleihung in der Sportschule des Landessportbundes in Warnemünde: „Sportvereine stehen in unserem Land ganz oben als gesellschaftlicher Integrationsfaktor, gerade auch für unsere Jugend. Sporttreiben in der Gemeinschaft und im Verein vermittelt Orientierung, Bindung, Toleranz, fairen Umgang und Akzeptanz von Regeln. Sportangebote haben darüber hinaus auch eine gewaltpräventive Wirkung, denn sie vermindern Gelegenheitsstrukturen für Jugendgewalt und sie stärken die Persönlichkeit.“
Landessportbundpräsident Andreas Bluhm unterstreicht die Worte des Ministers: „Das alles funktioniert vor allem durch großes persönliches Engagement von vielen Ehrenamtlichen in unseren Vereinen, unterstützt von einem gut funktionierenden Hauptamt. Wenn sich Vereine so positiv für die Gemeinschaft engagieren, dann haben alle Beteiligte sehr viel davon!“
Im November 2025 hatte der Landesrat für Kriminalitätsvorbeugung Vereine, die Mitglied im Landessportbund Mecklenburg-Vorpommern sind, dazu aufgerufen, sich zu bewerben. 14 Vereine hatten daraufhin ihre Teilnahme erklärt. Es ist beeindruckend zu sehen, welchen Prozess die Bewerbungen oft durchlaufen, bevor sie die Jury erreichen. In den Kommunen finden Ausschusssitzungen statt, in denen intensiv darüber beraten wird, welcher Sportverein vorgeschlagen werden soll.
Die Jury setzte sich aus Mitgliedern des Landessportbundes, des Landesfußballverbandes und des Sportministeriums zusammen.
Die fünf Preisträger erhalten eine Anerkennungsurkunde und jeweils eine Geldprämie in Höhe von 1.000 Euro.
Die fünf Preisträger sind:
1. SV Schifffahrt und Hafen Wismar 61 e.V. Der Leitsatz „Fairness auf und neben dem Platz ist unser oberstes Gebot“ ist fest in der vereinsinternen Leitlinie verankert. Der Verein positioniert sich klar gegen jede Form von Gewalt, Intoleranz und Rassismus und versteht sich als geschützten sozialen Raum für alle Kinder und Jugendlichen.
Eine Auswahl von aktuellen Projekten aus dem breiten Spektrum des Vereins:
2. Internationaler Fußball-Club Rostock e.V. Der Internationale Fußball-Club Rostock e.V. – kurz IFC Rostock – gegründet 2015, hat heute über 800 Mitglieder und ist ein Verein, der von seinen Mitgliedern „selbst gestaltet“ wird. Der IFC ist basisdemokratisch organisiert.
Ein zentraler Baustein ist Prävention durch Teilhabe. Mit Projekten wie „Sport für Alle“ bietet der Verein wöchentlich kostenlose Sportangebote für Jugendliche in Stadtteilen wie Toitenwinkel und Dierkow an. Gerade dort, wo soziale Probleme spürbar sind, schafft er verlässliche Strukturen, Ansprechpersonen und positive Erlebnisse. Sport wird hier zum Zugang – zu Gemeinschaft, zu Regeln, zu Perspektiven.
Herausgehoben werden folgende Projekte:
3. PSV 90 Neubrandenburg
Der PSV 90 Neubrandenburg e.V. unterstützt seit seiner Gründung organisatorisch, inhaltlich und durch zahlreiche freiwillige Helfer auch personell die polizeilichen Präventionsprojekte im Regionalbereich von Neubrandenburg. Hier zu nennen sind Meisterschaften in den Sportarten Volleyball, Rad- und Drachenbootrennen. Dieses zählt noch heute zu den bedeutsamsten Veranstaltungen und findet in diesem Jahr am 3. Juli am und auf Neubrandenburger Reitbahnsee statt. Diese sportlichen Großveranstaltungen waren in den zurückliegenden Jahren Bestandteil und Höhepunkte der kontinuierlichen polizeilichen Präventionsarbeit, insbesondere im Wirken gegen jegliche Form von Gewalt. Die Umsetzung und Ausrichtung der Aktivitäten gerade im Kinder- und Jugendbereich wäre ohne die Unterstützung des Vereines nicht möglich gewesen und ist ein herausragendes Beispiel eines funktionierenden gesamtgesellschaftlichen Präventionsnetzwerkes.
Weitere Projekte aus dem großen Portfolio:
4. Sport- und Athletenverein Torgelow-Drögenheide 90 e.V.
Gerade im ländlichen Raum sind Begegnungsorte, die verbinden, Halt geben und Orientierung schaffen, von unschätzbarem Wert. Und die Abteilung Ringen des SAV Torgelow-Drögenheide 90 e.V. ist ein solcher Ort! Mehrfach in der Woche treffen hier Kinder und Jugendliche verschiedenster sozialer und kultureller Hintergründe aufeinander. Entscheidend sind Einsatz, Respekt und der Wille, gemeinsam zu wachsen.
Ringen ist hier nicht nur Wettkampfsport, sondern eine Schule für´s Leben:
5. Polizeisportverein Rostock e.V.
Der PSV Rostock e.V. ist der größte Kinder- und Breitensportverein in Mecklenburg-Vorpommern, versteht Sport nicht nur als Training und Wettkampf, sondern auch als sozialen Raum, in dem Schutz, Respekt, Teilhabe und gesellschaftlicher Zusammenhalt aktiv gelebt werden. Mit vielfältigen Angeboten für Kinder, Jugendliche und Erwachsene übernimmt der Verein Verantwortung weit über den eigentlichen Sportbetrieb hinaus.
Eine Auswahl aktueller Projekte:
Mit dem Format „Sparring mit Dialog“ hat der Verein Räume geschaffen, in denen Frauen und Männer, Mädchen und Jungen Sport in einer offenen, wertschätzenden und druckfreien Atmosphäre erleben konnten. Dabei steht nicht Leistung im Vordergrund, sondern gemeinsames Lernen, Bewegung, Austausch und gegenseitige Unterstützung.
Beim Frauensporttag „Dialog im Ring“ wird ganz bewusst auf Begegnung, Offenheit und Stärkung gesetzt. Frauen mit unterschiedlichen Lebensge-schichten kamen zusammen, konnten neben dem Boxen auch andere Bewegungs- und Sportangebote kennenlernen, miteinander ins Gespräch kommen und Gemeinschaft erleben-
Gemeinsam mit der Lebenshilfe hat der Verein einen inklusiven „Mucki-Test“ durchgeführt und damit Menschen erreicht, die sonst nicht selbstverständlich an klassischen Vereinsangeboten teilnehmen. Darüber hinaus arbeitet der Verein mit zahlreichen Schulen und Kitas in Rostock, mit dem Michaelshof und mit weiteren sozialen, bildungsbezogenen und gemeinnützigen Partnern zusammen.
Quelle: Presseportal








