Beamte entdeckten mehrere Fahrzeugführer unter Alkohol- oder Drogeneinfluss, darunter E-Scooter-Fahrer. Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet, Blutprobenentnahmen durchgeführt.
Schweriner Polizei stoppt erneut Fahrten unter Alkohol- und Drogeneinfluss

Schwerin (ost)
Am Donnerstagabend haben Polizeibeamte in Schwerin innerhalb kurzer Zeit mehrere Fahrer erwischt, die unter dem Einfluss von Alkohol oder Drogen am Straßenverkehr teilgenommen haben.
Um 20:00 Uhr haben Einsatzkräfte in der Hamburger Allee einen 26-jährigen Deutschen aus Schwerin kontrolliert, der mit einem E-Scooter unterwegs war. Ein Drogenvortest war positiv für THC.
Nur etwa eine halbe Stunde später, um 20:30 Uhr, haben Beamte in der Pankower Straße eine 33-jährige Deutsche aus Schwerin bemerkt, die ebenfalls mit einem E-Scooter unterwegs war. Auch hier hat der Vortest eine Beeinflussung durch THC ergeben. Zudem war der Test positiv für Amphetamin und Methamphetamin.
Gleichzeitig haben Polizeikräfte in der Kantstraße einen 24-jährigen Deutschen kontrolliert. Auch er war mit einem E-Scooter unterwegs. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von 0,7 Promille.
In allen drei Fällen wurde den Fahrern die Weiterfahrt untersagt und Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet. In den ersten beiden Fällen wurden außerdem Blutproben entnommen.
Kurz vor Mitternacht haben Beamte in der Gadebuscher Straße einen 45-jährigen deutschen Autofahrer kontrolliert. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von 1,19 Promille. Der Mann aus dem Amt Stralendorf war damit absolut fahruntüchtig. Sein Führerschein wurde eingezogen und eine Blutprobe entnommen. Gegen ihn wurde ein Strafverfahren wegen Trunkenheit im Verkehr eingeleitet.
Die Polizei weist darauf hin, dass E-Scooter rechtlich als Kraftfahrzeuge gelten. Die gleichen Verkehrsregeln wie für andere motorisierte Fahrzeuge gelten auch für sie. Wer mit 0,5 Promille oder mehr einen E-Scooter fährt, begeht eine Ordnungswidrigkeit und muss mit Bußgeldern, Punkten im Fahreignungsregister und einem Fahrverbot rechnen. Bereits ab 0,3 Promille kann bei alkoholbedingten Ausfallerscheinungen oder einem Unfall eine Straftat in Betracht kommen.
Der Konsum von Drogen ist ebenfalls nicht mit der Teilnahme am Straßenverkehr vereinbar. Der Nachweis von Wirkstoffen wie THC, Amphetamin oder Methamphetamin im Blut kann bereits eine Ordnungswidrigkeit darstellen.
Die Polizei appelliert an alle Verkehrsteilnehmer, sich der Verantwortung im Straßenverkehr bewusst zu sein und konsequent auf Alkohol und Drogen zu verzichten, wenn sie ein Fahrzeug führen – unabhängig davon, ob es sich um ein Auto oder einen E-Scooter handelt.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Mecklenburg-Vorpommern für 2022/2023
Die Drogenraten in Mecklenburg-Vorpommern im Zeitraum zwischen 2022 und 2023 zeigen einen leichten Rückgang. Im Jahr 2022 wurden 8223 Fälle von Drogenkriminalität registriert, wobei 7758 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen lag bei 6598, wovon 5556 männlich und 1042 weiblich waren. 713 Verdächtige waren nicht-deutscher Herkunft. Im Jahr 2023 sank die Anzahl der registrierten Fälle auf 7972, wobei 7575 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen belief sich auf 6573, wovon 5585 männlich und 988 weiblich waren. 875 Verdächtige waren nicht-deutscher Herkunft. Im Vergleich zu Nordrhein-Westfalen, wo im Jahr 2023 die meisten Drogenfälle in Deutschland verzeichnet wurden (73917), sind die Zahlen in Mecklenburg-Vorpommern vergleichsweise niedriger.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 8.223 | 7.972 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 7.758 | 7.575 |
| Anzahl der Verdächtigen | 6.598 | 6.573 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 5.556 | 5.585 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 1.042 | 988 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 713 | 875 |
Quelle: Bundeskriminalamt








