Ein 30-jähriger Tunesier wurde beim Versuch, mit Diebesgut zu fliehen, von Ladendetektiven festgehalten. Sein Komplize entkam und bleibt flüchtig.
Sellin: Ladendieb bei Fluchtversuch gestoppt

Sellin (ost)
Am Abend des gestrigen Montags, dem 11. November 2024, um 17:20 Uhr, bat ein Ladendetektiv aus einem Geschäft in Sellin die Polizei um Hilfe, um die Identität eines vermeintlichen Diebes festzustellen.
Es scheint, dass der 30-jährige Mann aus Tunesien zusammen mit einem anderen unbekannten Mann versuchte, das Gelände des Marktes mit einer Tasche in der Hand über einen Zaun zu verlassen. Der 30-Jährige wurde daran gehindert, zu fliehen, als ein 75-jähriger deutscher Ladendetektiv mutig eingriff und ihn am Bein festhielt, als er versuchte, den Zaun zu überwinden. Um seine Beute zu schützen, wehrte sich der Tunesier körperlich. Ein zweiter Detektiv (22 Jahre alt, Deutscher) kam hinzu, rief die Polizei an und half dabei, den vermeintlichen Dieb zu Boden zu bringen. Der 30-Jährige leistete heftigen Widerstand, konnte jedoch von den beiden Detektiven festgehalten werden. Das gestohlene Gut im Wert von 800 Euro wurde ebenfalls sichergestellt. Der mutmaßliche Komplize des Tunesiers konnte über den Zaun entkommen und ist noch auf der Flucht.
Der Atemalkoholtest ergab einen Wert von 0,24 Promille, ein Drogenvortest war positiv auf THC und Kokain. Eine Blutprobe wurde entnommen und analysiert. Es wurden Anzeigen wegen Diebstahlsverdachts, räuberischen Diebstahls und Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz erstattet.
Bei der Überprüfung der Identität des Tunesiers stellte sich heraus, dass er bereits an einem Diebstahl in Binz am 28. Oktober 2024 beteiligt war (siehe Pressemitteilung: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/108767/5897478).
Der Tunesier wurde vorläufig festgenommen. Die kriminalpolizeilichen Maßnahmen sind derzeit im Gange. Die Staatsanwaltschaft Stralsund hat einen Haftantrag beim zuständigen Gericht gestellt, über den noch entschieden werden muss.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Mecklenburg-Vorpommern für 2022/2023
Die Drogenraten in Mecklenburg-Vorpommern zwischen 2022 und 2023 sind rückläufig. Im Jahr 2022 wurden 8223 Fälle erfasst, wovon 7758 gelöst wurden. Es gab insgesamt 6598 Verdächtige, darunter 5556 Männer, 1042 Frauen und 713 nicht-deutsche Verdächtige. Im Jahr 2023 sank die Anzahl der erfassten Fälle auf 7972, wobei 7575 gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen belief sich auf 6573, darunter 5585 Männer, 988 Frauen und 875 nicht-deutsche Verdächtige. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Drogenfällen in Deutschland mit 73917 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 8.223 | 7.972 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 7.758 | 7.575 |
| Anzahl der Verdächtigen | 6.598 | 6.573 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 5.556 | 5.585 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 1.042 | 988 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 713 | 875 |
Quelle: Bundeskriminalamt








