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Sommersdorf: Verfolgungsfahrt endet mit Festnahme

Die Bundespolizei nimmt nach einer Verfolgungsfahrt einen mutmaßlichen Schleuser fest, der bereits in der Vergangenheit wegen Schleusung verurteilt wurde.

Foto: Depositphotos

Pasewalk (ost)

Nachdem ein Bürgerhinweis bei der Landespolizei eingegangen war, informierte gestern Nachmittag die Leitstelle des Polizeipräsidiums Neubrandenburg die Bundespolizei darüber, dass sich eine Gruppe von 10-12 Personen zu Fuß zwischen Ladenthin und Nadrensee bewegen sollte. Gleichzeitig ging beim Bundespolizeirevier in Pomellen ein Bürgerhinweis ein, der von einem auffällig fahrenden schwarzen VAN mit deutschen Kennzeichen im Bereich Nadrensee – Ladenthin berichtete. Es wurde auch erwähnt, dass zwei Männer aus einem angrenzenden Maisfeld kamen und in den Van stiegen. Danach fuhr das Fahrzeug in Richtung BAB 11.

Nach sofort eingeleiteten Fahndungsmaßnahmen konnten Bundespolizeistreifen den VAN lokalisieren. Zu diesem Zeitpunkt war er auf der BAB 11 in Richtung Schmölln unterwegs. Der Fahrer des Vans setzte mehrere Personen ab, als er die Streife am Autobahnkilometer 96,5 bemerkte, die sich dann im Graben hinter der Leitplanke versteckten. Die genaue Anzahl der Personen war zunächst nicht erkennbar. Dann setzte er seine Fahrt fort. Nach Verlassen der Autobahn an der Ausfahrt Schmölln und Ignorieren sämtlicher Anhaltesignale der Streife, drehte der VAN um und fuhr weiter in Richtung Penkun Landstraße über Sommersdorf in Richtung Wartin. Den verfolgenden Bundespolizisten gelang es schließlich, das Fahrzeug anzuhalten. Als die Beamten sich dem Fahrzeug näherten, um eine Kontrolle durchzuführen, schaltete der Fahrer den Rückwärtsgang ein und flüchtete. Das Fahrzeug fuhr mit überhöhter Geschwindigkeit zurück Richtung Sommersdorf. Beim Wendemanöver gefährdete der Fahrer des Vans einen unbeteiligten Dritten im Verkehr. Nur durch eine Vollbremsung konnte dieser eine Kollision mit dem Fluchtfahrzeug verhindern.

Das Fluchtfahrzeug geriet von der Straße ab und setzte die Flucht in einem Getreidefeld fort. Dabei wurden Begrenzungspfeiler beschädigt und ein erheblicher Schaden angerichtet. Bundespolizisten versuchten, das Fahrzeug zu stoppen. Da der Fahrer weiterhin nicht auf die Anhaltesignale reagierte und sich nun ohne Geschwindigkeitsreduzierung auf die Beamten zubewegte, wurde der Einsatz der Schusswaffe angedroht. Schließlich hielt der Fahrer das Fluchtfahrzeug an und stellte sich den Beamten. Es handelte sich um einen 40-jährigen deutschen Staatsangehörigen kasachischer Herkunft.

Während der Flucht warf der Fahrer mehrere Gegenstände (Kleidung, Dokumente usw.) aus dem Fenster. Bei einer Suche wurden am Autobahnkilometer 97,0 drei Personen ohne Dokumente gefunden. Sie gaben an, dass sie vom schwarzen VAN aufgenommen wurden, nachdem sie die Grenze überquert hatten, und dann auf der Autobahn abgesetzt wurden. Bei der Untersuchung des Handys wurden Informationen über einen möglichen Abholstandort gefunden. Bei einer Suche im Bereich Ladenthin – Hohenholz wurden weitere drei Personen von einer Streife der Bundespolizei zu Fuß festgestellt.

Der Fahrer des Vans wurde vor Ort vorläufig festgenommen. Er wird nun als mutmaßlicher Schleuser angeklagt. Ein Haftantrag wurde bei der zuständigen Staatsanwaltschaft in Neubrandenburg gestellt. Bei weiteren Ermittlungen stellte sich heraus, dass der Mann bereits im Jahr 2023 in Bayern wegen Schleusung zu einer 11-monatigen Freiheitsstrafe verurteilt worden war. Die Strafe wurde ausgesetzt und zu einer 3-jährigen Bewährungsstrafe umgewandelt. Der Van wurde bereits damals für die Schleusung genutzt.

Die sechs unerlaubt eingereisten Personen sind somalische Staatsangehörige, davon drei minderjährig. Alle stellten einen Schutzantrag und wurden nach Abschluss der grenzpolizeilichen Maßnahmen dem zuständigen Jugendamt des Landkreises Vorpommern-Greifswald übergeben oder an die Erstaufnahmeeinrichtung in Stern Buchholz weitergeleitet.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Mecklenburg-Vorpommern für 2022

Im Jahr 2022 gab es in Mecklenburg-Vorpommern insgesamt 53.500 Verkehrsunfälle. Davon waren 4.913 Unfälle mit Personenschaden, was 9,18% aller Unfälle entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 2,3% aus, was 1.233 Unfällen entspricht. 288 Unfälle, also 0,54%, wurden unter dem Einfluss berauschender Mittel verursacht. Der Großteil der Unfälle, nämlich 87,97%, waren übrige Sachschadensunfälle. In der Ortslage innerorts ereigneten sich 31.178 Unfälle (58,28%), außerorts (ohne Autobahnen) 19.742 Unfälle (36,9%) und auf Autobahnen 2.580 Unfälle (4,82%). Bei den Verkehrsunfällen gab es insgesamt 83 Getötete, 1.266 Schwerverletzte und 4.983 Leichtverletzte.

2022
Verkehrsunfälle insgesamt 53.500
Unfälle mit Personenschaden 4.913
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 1.233
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 288
Übrige Sachschadensunfälle 47.066
Ortslage – innerorts 31.178
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 19.742
Ortslage – auf Autobahnen 2.580
Getötete 83
Schwerverletzte 1.266
Leichtverletzte 4.983

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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