Die Polizei erhielt die Information über eine Stichverletzung bei einem Angriff auf zwei Jugendliche. Die Täter wurden identifiziert, aber die Polizei warnt vor privaten Fahndungen in sozialen Medien.
Stralsund: Angriff auf Jugendliche führt zu Falschmeldung

Stralsund (ost)
Am Freitag, dem 02.05.2025 wurde der Polizei von der Rettungsleitstelle des Landkreises Vorpommern-Rügen mitgeteilt, dass eine Person mit einer vermeintlichen Stichverletzung behandelt wird.
Zu dieser Zeit waren zwei Jugendliche gegen 23:30 Uhr an einer Bushaltestelle, als eine Gruppe von mindestens sechs Personen an der Stralsunder Brunnenaue auftauchte. Es scheint, dass aus der Gruppe eine Flasche geworfen wurde, die zerbrach. Danach sammelten einige Personen Scherben auf und griffen einen 17-jährigen Griechen an. Es gibt keine Hinweise darauf, dass die Täter Messer benutzt haben.
Der 17-Jährige erlitt eine oberflächliche Schnittwunde an der Hüfte. Eine unbekannte Person aus der Gruppe konnte den Täter davon abhalten, den verletzten Griechen weiter anzugreifen. Der andere Jugendliche, ein 16-jähriger deutsch-russischer Staatsbürger, flüchtete über einen Zaun und verletzte sich an den Händen. Beide wurden im Krankenhaus behandelt.
Die Polizei in Stralsund hat umfangreiche Ermittlungen durchgeführt und zwei mutmaßliche Tatbeteiligte identifiziert. Es handelt sich um einen 23-jährigen syrischen Staatsbürger und einen 19-jährigen Marokkaner.
Ermittlungen wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung wurden eingeleitet.
Angehörige eines Opfers haben vermutlich über soziale Medien zur privaten Fahndung nach den Tätern aufgerufen. Die Polizei warnt jedoch vor rechtlichen Konsequenzen und möglichen Gefahren für Unbeteiligte. Private Fahndungen können die Ermittlungen stören. Es wird dringend empfohlen, Hinweise direkt an die Polizei weiterzugeben. Nur die Polizei und Staatsanwaltschaften dürfen öffentliche Fahndungen durchführen.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Mecklenburg-Vorpommern für 2022/2023
In Mecklenburg-Vorpommern wurden zwischen 2022 und 2023 insgesamt 39 bzw. 23 Mordfälle registriert. Im Jahr 2022 wurden 36 Fälle aufgeklärt, während es 2023 nur 23 waren. Die Anzahl der Verdächtigen betrug 34 bzw. 26, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen in beiden Jahren höher war als die der weiblichen Verdächtigen. Insgesamt gab es 6 bzw. 5 nicht-deutsche Verdächtige. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Mordfällen in Deutschland mit 470 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 39 | 23 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 36 | 23 |
| Anzahl der Verdächtigen | 34 | 26 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 30 | 23 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 4 | 3 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 6 | 5 |
Quelle: Bundeskriminalamt








