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Stralsund: Drogen im Straßenverkehr (DiS)-Verkehrskontrolltag

Bei Verkehrskontrolle in Stralsund am 6. Dezember 2024: 250 Fahrzeuge überprüft, 15 Verdachtsfälle Drogenkonsum.

Foto: Depositphotos

Stralsund (ost)

Die Polizei in Mecklenburg-Vorpommern hat die Verkehrssicherheitsarbeit als eine ihrer Hauptaufgaben. Besondere Bedeutung kommt der Umsetzung der Null-Toleranz-Strategie der Polizei gegen Alkohol, Drogen und Medikamente im Straßenverkehr zu.

Im Jahr 2023 wurde in der Polizeiinspektion Stralsund ein deutlicher Anstieg der Verstöße gegen die gesetzlichen Vorschriften festgestellt, die das Führen eines Fahrzeugs unter Alkohol- oder Drogeneinfluss betreffen. Insgesamt gab es 874 Anzeigen (+21,90 Prozent = 157 Fälle).

Die Einführung des Cannabisgesetzes wird voraussichtlich zu einer verstärkten Unsicherheit bei Autofahrern führen, was die Abgrenzung zwischen Konsum und dem Führen eines Fahrzeugs betrifft. Negative Auswirkungen sind zu erwarten.

Die DiS-Tage bestehen aus zwei Fortbildungstagen und einem Kontrolltag. Dabei sollen die theoretischen Inhalte in Form von Verkehrskontrollen praktisch umgesetzt werden.

Bereits im April 2024 fanden DiS-Tage in der Polizeiinspektion Stralsund statt. Das Ziel ist die Steigerung der Verkehrssicherheit und die nachhaltige positive Beeinflussung des Verhaltens der Verkehrsteilnehmer.

Insgesamt zieht die Polizeiinspektion Stralsund eine positive Bilanz der Verkehrskontrollen.

Bei einer Verkehrskontrolle am Freitag, den 6. Dezember 2024 auf dem Parkplatz Peenetal der BAB 20 in Richtung Stettin sowie bei mobilen Kontrollen im Stadtgebiet Stralsund wurden folgende Ergebnisse erzielt:

Insgesamt wurden zwischen 12:00 und 20:00 Uhr 250 Fahrzeuge kontrolliert. Es gab 14 Ordnungswidrigkeiten und 10 Straftaten. Bei 15 Fahrern besteht der Verdacht des Drogenkonsums am Steuer, gegen sie laufen Ermittlungen.

Neben den genannten Verstößen stellten die Beamten auch 6 weitere Verstöße fest, darunter 2 Verstöße gegen das Handyverbot, 3 abgelaufene Hauptuntersuchungen und 1 Rotlichtverstoß. Es wurden auch andere Mängel festgestellt, für die 4 Kontrollberichtsverfahren eingeleitet wurden, um die Mängel zu beheben (z.B. abgelaufene Hauptuntersuchung, fehlende Dokumente, bauliche Mängel usw.).

Die Ergebnisse verdeutlichen die Bedeutung der Verkehrssicherheitsarbeit der Polizei. Betrunkene Fahrer sind eine Hauptursache für schwere Verkehrsunfälle. Neben Alkohol gehören zu den am häufigsten konsumierten Rauschmitteln unter anderem Cannabis (THC), Amphetamine, Kokain, Heroin und Ecstasy. Den Betroffenen drohen neben strafrechtlichen Konsequenzen auch empfindliche Sanktionen von der Bußgeldstelle oder der Fahrerlaubnisbehörde. Eine Übersicht über mögliche Sanktionen findet sich hier: https://www.bussgeldkatalog.org/alkohol-drogen/

Quelle: Presseportal

Statistiken zur Drogenkriminalität in Mecklenburg-Vorpommern für 2022/2023

Die Drogenraten in Mecklenburg-Vorpommern zwischen 2022 und 2023 sind rückläufig. Im Jahr 2022 wurden 8223 Fälle von Drogenkriminalität registriert, während es im Jahr 2023 nur noch 7972 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle ging ebenfalls von 7758 auf 7575 zurück. Die Anzahl der Verdächtigen sank von 6598 auf 6573, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 5556 auf 5585 stieg und die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 1042 auf 988 sank. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg leicht von 713 auf 875. Im Vergleich dazu verzeichnete die Region Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 mit 73917 die höchste Anzahl von Drogenfällen in Deutschland.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 8.223 7.972
Anzahl der aufgeklärten Fälle 7.758 7.575
Anzahl der Verdächtigen 6.598 6.573
Anzahl der männlichen Verdächtigen 5.556 5.585
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 1.042 988
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 713 875

Quelle: Bundeskriminalamt

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