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Stralsund: Drogenkontrollen auf Festivals

Beamte des Stralsunder Zolls finden große Mengen an verschiedenen Drogen bei Festivalbesuchern. Die meisten Substanzen waren nicht für den Eigengebrauch bestimmt, sondern zum Verkauf vor Ort.

Symbolfoto Drogenaufgriff
Foto: Presseportal.de

Stralsund (ost)

Etwa 330 Gramm Marihuana, 145 Gramm Haschisch, 240 Gramm Amphetamin, etwa 90 Gramm Kokain, 120 Gramm Ketamin, etwa 40 Gramm Ecstasy in Form von Liquids sowie 200 Stück Ecstasy-Tabletten, 30 Gramm Crystal Meth, psilocybinhaltige Pilze und weitere Rauschmittel fanden Beamte des Zolls bei Kontrollen im Gepäck zahlreicher Festivalbesucher beim kürzlich beendeten Indian Spirit Festival in Eldena sowie beim Mystic Creature Festival in der Nähe von Stettin in Polen.

Vor allem beim Mystic Creature Festival wurde den Beamten schnell klar, dass die aufgegriffenen Mengen nicht für den Eigengebrauch, sondern für den Verkauf vor Ort bestimmt waren. Erschreckend war hier insbesondere der hohe Anteil synthetischer Drogen aus illegalen Laboren. “Die Risiken bei der Einnahme sind unvorhersehbar, da die Gefahr der Überdosierung besteht und diese Drogen häufig giftige oder gefährliche Streckmittel enthalten” erklärt Sabine Mattil, Pressesprecherin des Hauptzollamtes Stralsund.

Bei den Drogenverstecken waren viele Festivalbesucher sehr kreativ, so wurde beispielsweise bei einem französischen Besucher des Indian Spirit Festivals Marihuana in einer gefüllten Shampoo-Flasche entdeckt, welches zuvor auch noch mit Kaffee umhüllt und luftdicht verpackt wurde. “Dieser Fund beweist, dass die Kolleginnen und Kollegen immer ein besonderes Maß an Sorgfalt bei der Suche nach Drogen an den Tag legen müssen, denn fast nichts ist unmöglich”, so Mattil weiter.

Insgesamt leiteten die Beamten des Stralsunder Zolls bei beiden Festivals 56 Strafverfahren wegen Drogenbesitzes ein.

Zusatzinformation:

Ketamin ist ein in der Medizin häufig als Narkose- und Schmerzmittel eingesetztes Anästhetikum, welches mittlerweile aber auch als gefährliche Partydroge missbraucht wird.

Quelle: Presseportal

Statistiken zur Drogenkriminalität in Mecklenburg-Vorpommern für 2022/2023

Die Drogenraten in Mecklenburg-Vorpommern zwischen 2022 und 2023 zeigen einen leichten Rückgang. Im Jahr 2022 wurden 8223 Fälle erfasst, wovon 7758 gelöst wurden. Im Jahr 2023 sank die Zahl auf 7972 Fälle, wobei 7575 gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen ging ebenfalls von 6598 im Jahr 2022 auf 6573 im Jahr 2023 zurück. Von den Verdächtigen waren 5556 männlich, 1042 weiblich und 713 nicht-deutsch. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Drogenfällen in Deutschland mit 73917 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 8.223 7.972
Anzahl der aufgeklärten Fälle 7.758 7.575
Anzahl der Verdächtigen 6.598 6.573
Anzahl der männlichen Verdächtigen 5.556 5.585
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 1.042 988
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 713 875

Quelle: Bundeskriminalamt

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