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Stralsund: Finanzkontrolle Schwarzarbeit Jahresbilanz 2025

Das Hauptzollamt Stralsund überprüfte 619 Arbeitgeber und 6.722 Personen. Es leitete 902 Ordnungswidrigkeiten- und 2.287 Strafverfahren ein, mit Geldstrafen von 711.000 Euro und 191 Monaten Freiheitsstrafen.

Symbolfoto_Prüfung_Gastronomie
Foto: Presseportal.de

Stralsund (ost)

Die etwa 175 Zöllnerinnen und Zöllner der Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) des Hauptzollamtes Stralsund haben im Jahr 2025 insgesamt 619 Arbeitgeber (2024: 446) und zusätzlich 6.722 Personen (2024: 6.102) hinsichtlich ihrer Beschäftigungsverhältnisse überprüft. Die FKS führt ihre Prüfungen sowohl als verdachtsunabhängige Spontanprüfungen, als Initiativprüfung aus Anlass eigener Risikoeinschätzungen – insbesondere in von Schwarzarbeit besonders betroffenen Branchen – sowie als hinweisbezogene Prüfmaßnahmen durch. Auch im vergangenen Jahr gab es bundesweite und regionale Schwerpunktprüfungen, die unter anderem im Baugewerbe, im Hotel- und Gaststättengewerbe, sowie im Taxi- und Mietwagengewerbe durchgeführt wurden. Beginnend mit Arbeitnehmerbefragungen vor Ort zu den jeweiligen Arbeitsverhältnissen schließen sich häufig Geschäftsunterlagenprüfungen und langwierige und komplexe Ermittlungen bei den Arbeitgebern an. Im Rahmen ihrer Prüfungen und Ermittlungen leiteten die Kräfte des Hauptzollamtes Stralsund im vergangenen Jahr knapp 902 Ordnungswidrigkeiten- (2024: 759) und 2.287 Strafverfahren (2024: 2.375) ein. Aufgrund der von der FKS des Hauptzollamtes Stralsund eingeleiteten Strafverfahren verurteilten die zuständigen Gerichte die Beschuldigten im Jahr 2025 zu Geldstrafen in Höhe von rund 711.000 Euro. Zudem wurden Freiheitsstrafen von insgesamt 191 Monaten verhängt. Insgesamt konnte durch die Prüfungen der FKS des Stralsunder Hauptzollamts, welches für das gesamte Bundesland Mecklenburg-Vorpommern zuständig ist, eine Gesamtschadenssumme an vorenthaltenen bzw. veruntreuten Sozialversicherungsbeiträgen in Höhe von über 17,3 Millionen Euro ermittelt werden. Der Leiter des Hauptzollamtes Stralsund, Leitender Regierungsdirektor Kay Noffke, zieht ein positives Fazit: „Durch ihr konstantes Engagement konnten die Zöllnerinnen und Zöllner des Hauptzollamtes Stralsund auch im vergangenen Jahr den Druck auf nicht gesetzeskonform handelnde Unternehmen und Beschäftigte erhöhen und Schwarzarbeit, illegale Beschäftigung und Sozialleistungsbetrug aufdecken. Durch Erweiterung der Kompetenzen, Verbesserung der Datenanlayse, besseren und vereinfachten Informationsaustausch mit anderen Behörden durch das Ende 2025 in Kraft getretene Gesetz zur Modernisierung und Digitalisierung der Schwarzarbeit (SchwarzArbMoDiG) sind wir auch künftig in der Lage fairere Bedingungen für Unternehmen zu schaffen, die sich an die Regeln halten.“

Zusatzinformation:

Detaillierte Angaben zur Jahresbilanz der Finanzkontrolle Schwarzarbeit können unter https://www.zoll.de/DE/Fachthemen/Arbeit/Bekaempfung-der-Schwarzarbeit-und-illegalen-Beschaeftigung/Statistikveroeffentlichung/statistikveroeffentlichung_node.html eingesehen werden.

Quelle: Presseportal

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