Bundespolizei in Stralsund verhaftet zwei Gesuchte und stoppt flüchtenden Straftäter auf der Autobahn 20.
Stralsund, Grimmen, Neubrandenburg: Einsatzreiches Wochenende für die Bundespolizei

Stralsund, Grimmen, Neubrandenburg (ost)
Die Polizeibeamten der Bundespolizeiinspektion Stralsund haben bei zwei Personen Haftbefehle vollstreckt und einen flüchtigen Straftäter festgenommen, der auf der Bundesautobahn 20 mehrere Fahrzeuge gefährdet hat.
Am Freitagmorgen (11.09.2026) wurde ein 61-jähriger Mann am Bahnhof Neubrandenburg verhaftet. Im Juli dieses Jahres erließ das Amtsgericht Gera einen Haftbefehl gegen den Deutschen, da er der Hauptverhandlung wegen Betrugs ferngeblieben war. Er soll unrechtmäßig Leistungen in Höhe von 1.100 Euro von der Arbeitsagentur Thüringen bezogen haben. Außerdem wurde er von der Staatsanwaltschaft Leipzig gesucht, da er eine Restschuld von 950 Euro aus einem Betrugsverfahren aus dem Jahr 2023 begleichen musste. Nach der Vorführung beim Haftrichter am Amtsgericht Neubrandenburg wurde der Mann aus Thüringen inhaftiert.
Einige Stunden später wurde am Freitag (11.09.2026) ebenfalls ein 42-jähriger Deutscher am Hauptbahnhof Stralsund von Bundespolizisten festgenommen. Das Amtsgericht Kiel hatte den Mann 2019 wegen Diebstahls zu einer Geldstrafe verurteilt. Aufgrund einer nicht bezahlten Reststrafe von 760 Euro wurde im April 2023 ein Haftbefehl gegen ihn von der Staatsanwaltschaft Kiel erlassen. Da er die Summe nicht aufbringen konnte, wurde der Mann von Rügen zur Verbüßung einer Ersatzfreiheitsstrafe von 76 Tagen inhaftiert.
Am Samstagmittag (12.09.2026) wurde auf der Bundesautobahn 20 ein Auto mit zwei Insassen angehalten. Bei der Überprüfung stellte sich heraus, dass die 36-jährige deutsche Fahrerin keinen gültigen Führerschein hatte, da dieser bereits im Juli dieses Jahres eingezogen wurde. Sie wird wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis zur Verantwortung gezogen werden müssen. Außerdem wurde ihr die Weiterfahrt untersagt.
Der Beifahrer konnte keine Ausweisdokumente vorlegen. Als er persönliche Angaben machte, wurde einer der Beamten misstrauisch, da ihm die Informationen bekannt vorkamen. Als die Identität des Mannes mittels Fingerabdruckschnellverfahren festgestellt werden sollte, flüchtete der 37-Jährige über die vierspurige Autobahn und konnte in einem nahegelegenen Feld untertauchen. Zum Glück kam es dabei zu keinen Unfällen.
Die Bundespolizisten leiteten sofort Fahndungsmaßnahmen ein, bei denen mehrere Streifenwagen der Bundes- und Landespolizei sowie ein Spürhund der Bundespolizei zum Einsatz kamen. Nach 30 Minuten konnte der Flüchtige an einer Bushaltestelle in der Nähe von Lindholz gestellt werden. Nach Feststellung seiner wahren Identität stellte sich heraus, dass der Mann aus dem Landkreis Ludwigslust-Parchim in zwei Verfahren der Staatsanwaltschaft Stralsund wegen Nötigung und Bedrohung gesucht wird. Zusätzlich kommen jetzt weitere Verfahren wegen seiner gefährlichen Einmischung in den Straßenverkehr und seiner falschen Namensangabe hinzu.
Quelle: Presseportal








