Zwei Frauen verloren jeweils 70.000 Euro durch Social-Media-Investmentbetrug. Polizei warnt vor betrügerischen Investmentangeboten über Messenger-Dienste.
Stralsund: Investmentbetrüge in Vorpommern-Rügen

Stralsund (ost)
Am gestrigen Dienstag, dem 09. Februar 2026, meldeten zwei Fälle von Anlagebetrug im Polizeihauptrevier Stralsund. Erneut zeigt sich, dass Anzeigen für Investitionen über Social-Media-Kanäle immer mehr potenzielle Opfer anlocken.
Zwei Frauen aus dem Landkreis Vorpommern-Rügen verloren jeweils etwa 70.000 Euro, nachdem sie auf eine seriös aussehende Anzeige bei Instagram hereingefallen waren. Nachdem sie auf einen Link klickten, wurden sie über Whatsapp an ihren „persönlichen“ Berater weitergeleitet.
Die 51-jährige Frau überwies einen kleineren Betrag auf ein ausländisches Konto. Daraufhin erhielt sie Zugangsdaten für ein Investmentkonto, auf dem sie Gewinne und Verluste verfolgen konnte. Sie investierte weiter. Als sie jedoch ihre Gewinne auszahlen lassen wollte und zusätzliches Geld verlangt wurde, entschied sie sich zur Anzeige bei der Polizei.
Die 47-jährige Frau wurde in Seminargruppen über Whatsapp weitergeleitet, die sich mit Finanz- und Marktentwicklungen beschäftigten. Sie investierte in Kryptowährungen und erhielt ihre Gewinne nie ausgezahlt. Daraufhin erstattete sie Anzeige.
In beiden Fällen wird wegen des Verdachts auf Beteiligungs- und Kapitalanlagebetrug ermittelt.
Anlässlich des heutigen Safer Internet Day (10. Februar 2026) gibt die Polizei folgenden Rat:
Immer öfter nutzen Betrüger soziale Medien und Messenger-Dienste wie WhatsApp, um gutgläubige Menschen mit angeblich sicheren Anlageangeboten zu locken. Die Täter treten dabei professionell auf und geben sich häufig als Berater mit vermeintlichen Verbindungen zu Krypto-Börsen oder Finanzunternehmen aus.
Seien Sie grundsätzlich skeptisch gegenüber Anlageangeboten in Chatgruppen oder von unbekannten Kontakten. Überweisen Sie niemals Geld an Personen, die Sie nur online kennen. Machen Sie vor einer Investition Ihre eigenen Recherchen zu den Plattformen. Ziehen Sie im Zweifelsfall Ihre Hausbank zu Rate. Haben Sie keine Scheu und wenden Sie sich bei Verdachtsmomenten an die nächste Polizeidienststelle.
Quelle: Presseportal
Cybercrime-Statistiken in Mecklenburg-Vorpommern für 2022/2023
Die Cyberkriminalitätsraten in Mecklenburg-Vorpommern zwischen 2022 und 2023 zeigen einen leichten Rückgang. Im Jahr 2022 wurden 919 Fälle registriert, wovon 382 gelöst wurden. Es gab insgesamt 328 Verdächtige, darunter 209 Männer, 119 Frauen und 40 Nicht-Deutsche. Im Jahr 2023 sank die Anzahl der registrierten Fälle auf 818, wobei 409 Fälle gelöst wurden. Es gab 394 Verdächtige, darunter 244 Männer, 150 Frauen und wiederum 40 Nicht-Deutsche. Im Vergleich dazu verzeichnete Berlin im Jahr 2023 die höchste Anzahl an registrierten Cyberkriminalitätsfällen in Deutschland mit 22.125 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 919 | 818 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 382 | 409 |
| Anzahl der Verdächtigen | 328 | 394 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 209 | 244 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 119 | 150 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 40 | 40 |
Quelle: Bundeskriminalamt








