Das Polizeipräsidium Neubrandenburg veröffentlichte die Kriminalstatistik 2024 mit 47.771 Straftaten und fast zwei Prozent höherer Aufklärungsquote.
Stralsund: Kriminalstatistik 2024 Neubrandenburg

Neubrandenburg (ost)
Am 25. März 2025 hat das Innenministerium Mecklenburg-Vorpommern die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) 2024 für das Land Mecklenburg-Vorpommern veröffentlicht. Innenminister Christian Pegel betonte, dass die Gesamtkriminalität im Land Mecklenburg-Vorpommern um 2,7 Prozent gesunken ist, es weniger Diebstahlsdelikte und Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung gab und die Aufklärungsquote so hoch ist wie seit Jahren nicht mehr. Er lobte außerdem die Arbeit und den unermüdlichen Einsatz der Landespolizei, die rund um die Uhr für die Sicherheit der Bürger sorgt. Weitere Informationen zur Kriminalitätsentwicklung im Land und den wichtigsten Veränderungen finden sich in der Pressemitteilung vom 25.03.2025: https://tinyurl.com/27dafqyn.
Zusätzlich präsentiert nun das Polizeipräsidium Neubrandenburg (Landkreise Mecklenburgische Seenplatte, Vorpommern-Greifswald, Vorpommern-Rügen) ihre Bilanz zur Kriminalitätsentwicklung im vergangenen Jahr:
Im Berichtszeitraum des Jahres 2024 wurden insgesamt 47.771 Straftaten im Polizeipräsidium Neubrandenburg registriert. Die Aufklärungsquote stieg um fast zwei Prozent.
Die Zahlen für die Landkreise sehen wie folgt aus:
Die Fälle von Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung stiegen um 4,3 Prozent auf 970 Fälle (2023: 930). Den größten Anteil hat der Landkreis Vorpommern-Greifswald mit 340 Fällen, gefolgt von Vorpommern-Rügen mit 333 Fällen und der Mecklenburgischen Seenplatte mit 297 Fällen.
Die Rohheitsdelikte und Straftaten gegen die persönliche Freiheit stiegen wie in den Vorjahren weiter an – hier gab es einen Anstieg um 7,5 Prozent. Auf die Landkreise verteilt ergibt sich folgendes Bild:
Die Anzahl der Widerstanddelikte bleibt weiterhin hoch, was dem Landestrend entspricht und wie folgt auf die Landkreise verteilt ist: Mecklenburgische Seenplatte: 603 (plus 40), Vorpommern-Greifswald 602 (minus 23), Vorpommern-Rügen: 923 (plus 169).
Die Gesamtzahl der Wohnungseinbrüche sank insgesamt, mit Ausnahme des Landkreises Vorpommern-Rügen mit 142 Einbrüchen (plus 32). In der Mecklenburgischen Seenplatte gab es 166 Wohnungseinbrüche (minus 1) und in Vorpommern-Greifswald 132 (minus 58).
Das Polizeipräsidium Neubrandenburg setzt weiterhin verstärkt auf Präventionsmaßnahmen. Die Kriminalpolizeiliche Beratungsstelle in den Polizeiinspektionen Anklam, Neubrandenburg und Stralsund steht Firmen und Privatpersonen für Beratungen zum Thema Einbruchschutz zur Verfügung. Informationen über effektiven Einbruchschutz werden direkt und auf Wunsch vor Ort bereitgestellt.
Im Jahr 2024 wurden 6.490 Sachbeschädigungen angezeigt (Rückgang um 10 Prozent), verteilt auf die Landkreise: Mecklenburgische Seenplatte 2.450 (minus 2,7 Prozent), Vorpommern-Greifswald 2.013 (minus 15,7 Prozent) und Vorpommern-Rügen 2.207 (minus 12,3 Prozent).
Die Betäubungsmittelkriminalität ist in allen drei Landkreisen um etwa 30 Prozent zurückgegangen.
Bei Fragen stehen die Pressestellen der Polizeiinspektionen Anklam, Neubrandenburg und Stralsund unter den bekannten Kontaktdaten zur Verfügung.
Quelle: Presseportal
Einbruchstatistiken in Mecklenburg-Vorpommern für 2022/2023
Die Einbruchsraten in Mecklenburg-Vorpommern stiegen zwischen 2022 und 2023 leicht an. Im Jahr 2022 wurden 805 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 890 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle ging jedoch von 218 auf 213 zurück. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 216 auf 231, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen bei 193 und die Anzahl der weiblichen Verdächtigen bei 38 lag. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 30 auf 42. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Einbruchsfällen in Deutschland mit 27061 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 805 | 890 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 218 | 213 |
| Anzahl der Verdächtigen | 216 | 231 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 190 | 193 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 26 | 38 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 30 | 42 |
Quelle: Bundeskriminalamt
Statistiken zur Drogenkriminalität in Mecklenburg-Vorpommern für 2022/2023
Die Drogenraten in Mecklenburg-Vorpommern zwischen 2022 und 2023 sind rückläufig. Im Jahr 2022 wurden 8223 Fälle erfasst, wovon 7758 gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen betrug 6598, davon waren 5556 männlich und 1042 weiblich. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen belief sich auf 713. Im Jahr 2023 wurden 7972 Fälle erfasst, wovon 7575 gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen betrug 6573, davon waren 5585 männlich und 988 weiblich. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg auf 875. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die meisten Drogenfälle in Deutschland mit 73917 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 8.223 | 7.972 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 7.758 | 7.575 |
| Anzahl der Verdächtigen | 6.598 | 6.573 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 5.556 | 5.585 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 1.042 | 988 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 713 | 875 |
Quelle: Bundeskriminalamt








