Die Polizei beendete ein mutmaßliches illegales Straßenrennen auf dem Rügenzubringer. Zwei 18-jährige deutsche Fahrer werden wegen des Verdachts der Teilnahme an einem verbotenen Kraftfahrzeugrennen ermittelt.
Stralsund/Rügen: Polizei stoppt illegales Straßenrennen

Stralsund/Rügen (ost)
Am Dienstagabend, dem 11. August 2026, beendeten die Beamten des Polizeihauptreviers Bergen ein vermeintliches illegales Straßenrennen auf der Bundesstraße 96, auch bekannt als Rügenzubringer. Gegen zwei 18-jährige deutsche Fahrer wird nun wegen des Verdachts der Teilnahme an einem verbotenen Kraftfahrzeugrennen ermittelt.
Es wurde festgestellt, dass eine andere Verkehrsteilnehmerin gegen 23:45 Uhr die beiden Fahrzeuge auf der zweispurigen B 96 gesehen hat. Die beiden Autofahrer haben zunächst ihre Geschwindigkeit reduziert und sind dann über einen längeren Abschnitt parallel und mit konstanter Geschwindigkeit gefahren. Anschließend beschleunigten sie ihre Fahrzeuge gleichzeitig stark und führten ein Beschleunigungsrennen durch.
Die Zeugin ging von erheblichen Geschwindigkeitsüberschreitungen aus und informierte sofort die Polizei über ihre Beobachtungen. Die Einsatzkräfte konnten die beiden Fahrzeuge und Fahrer nach dem Hinweis ausfindig machen.
Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft wird der Sachverhalt derzeit als Verdacht eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens gemäß § 315d StGB eingestuft. Die Führerscheine der beiden Fahranfänger wurden im Zuge des Strafverfahrens beschlagnahmt. Weitere Ermittlungen sollen nun klären, wie sich der Vorfall genau zugetragen hat.
Straßenrennen sind auf öffentlichen Straßen keine Bagatelle
Die Polizei weist in diesem Zusammenhang ausdrücklich auf die ernsthaften Gefahren hin, die von Straßenrennen ausgehen können. Wer bewusst auf öffentlichen Straßen beschleunigt und hohe Geschwindigkeiten erreicht, setzt nicht nur sich selbst, sondern auch andere Verkehrsteilnehmer einem erheblichen Risiko aus.
Insbesondere auf einer stark befahrenen Bundesstraße kann eine solche Situation innerhalb von Sekunden außer Kontrolle geraten. Laut den bisherigen Angaben sollen die beiden Fahrzeuge auch Fahrbahnbegrenzungen oder Sperrlinien überfahren haben. Sollte sich dies bestätigen, hätte bereits eine kleine Unachtsamkeit zu einem schweren Verkehrsunfall führen können.
Ein Straßenrennen ist kein Spiel. Es kann Menschenleben kosten. Besonders junge Fahrer sollten sich bewusst machen, dass aus kurzem Fahrspaß in kürzester Zeit eine lebensbedrohliche Situation für völlig unbeteiligte Personen entstehen kann.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Mecklenburg-Vorpommern für 2023
Die Verkehrsunfallstatistik für Mecklenburg-Vorpommern im Jahr 2023 zeigt insgesamt 55.641 Unfälle. Davon endeten 4.880 Unfälle mit Personenschaden, was 8,77% aller Unfälle entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 1.228 Unfälle aus, was 2,21% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 334 Fällen registriert, was 0,6% aller Unfälle ausmacht. Die restlichen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 49.199 Fälle, was 88,42% aller Unfälle entspricht. Innerorts ereigneten sich 3.500 Unfälle (6,29%), außerorts (ohne Autobahnen) 2.320 Unfälle (4,17%) und auf Autobahnen 437 Unfälle (0,79%). Insgesamt gab es 57 Getötete, 1.105 Schwerverletzte und 5.095 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 55.641 |
| Unfälle mit Personenschaden | 4.880 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 1.228 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 334 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 49.199 |
| Ortslage – innerorts | 3.500 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 2.320 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 437 |
| Getötete | 57 |
| Schwerverletzte | 1.105 |
| Leichtverletzte | 5.095 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








