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Tessin/Güstrow/Landkreis Rostock: Polizeibeamte bei Einsätzen verletzt

Am vergangenen Wochenende wurden drei Polizeibeamte bei Widerstandsdelikten und tätlichen Angriffen leicht verletzt. Die Vorfälle ereigneten sich in Tessin und Güstrow.

Foto: Depositphotos

Tessin/Güstrow/Landkreis Rostock (ost)

Am vergangenen Wochenende wurden drei Polizeibeamte der Polizeiinspektion Güstrow im Rahmen von Widerstandsdelikten und tätlichen Angriffen leicht verletzt.

In der Nacht von Freitag auf Samstag mussten Einsatzkräfte des Polizeireviers Sanitz im Rahmen einer körperlichen Auseinandersetzung im Rahmen eines Dorffestes in Tessin einschreiten.

Gegen 00:15 Uhr kam es in der Sülzer Straße zunächst zu einer Sachbeschädigung an einem Fahrzeug. Ein 43-jähriger deutscher Tatverdächtiger hatte nach dem Verlassen des Dorffestes eine Scheibe eines Skoda beschädigt. Als seine 45-jährige Ehefrau ihn darauf ansprach, entwickelte sich ein Streit. Dabei schubste der Mann seine Frau, die jedoch unverletzt blieb. Um eine weitere Eskalation zu verhindern, griffen sowohl der 33-jährige Bruder der Frau als auch ein 29-jähriger Zeuge ein. In der Folge kam es zu einer Rangelei mit dem 43-Jährigen. Daraufhin wurde die Polizei verständigt.

Beim Eintreffen der Einsatzkräfte trafen diese zunächst auf die Ehefrau. Noch während des Gesprächs näherte sich der 43-Jährige den Beamten, verhielt sich aggressiv und beleidigte sie. Mehrfachen Aufforderungen, Abstand zu halten, kam er nicht nach. Daher musste er schließlich zu Boden gebracht werden. Dabei leistete der Mann erheblichen Widerstand und griff einen der eingesetzten Polizeibeamten tätlich an. Dieser erlitt leichte Verletzungen im Gesicht. Ein weiterer Beamter wurde während der Widerstandshandlungen am Knie leicht verletzt.

Während der gesamten polizeilichen Maßnahme zeigte sich der 43-Jährige äußerst aggressiv und unkooperativ. Schließlich wurden seine Unterbringung im Zentralgewahrsam sowie die Entnahme einer Blutprobe angeordnet. Die entsprechenden Ermittlungsverfahren wurden eingeleitet.

Zu einem weiteren tätlichen Angriff auf Polizeibeamte kam es am gestrigen Nachmittag in Güstrow. Die Polizei war nach einer gemeldeten verbalen Auseinandersetzung auf dem Ulrichplatz im Einsatz.

Vor Ort beleidigte und bedrohte ein 43-jähriger deutscher Tatverdächtiger seinen 24-jährigen Nachbarn mit syrischer Staatsangehörigkeit rassistisch. Da der Mann sein strafbares Verhalten trotz polizeilicher Ansprache fortsetzte, setzten die Beamten die zuvor angedrohte Ingewahrsamnahme um.

Auch hierbei verhielt sich der 43-Jährige den Einsatzkräften gegenüber äußerst aggressiv und provokativ. Als die Beamten die Maßnahme durchsetzen wollten, widersetzte er sich erheblich. Darüber hinaus beleidigte und bedrohte er die Polizeibeamten fortwährend. Im Gewahrsam randalierte der Mann weiter und trat mehrfach gegen die Zellentür. Ein eingesetzter Polizeibeamter wurde im Zuge der Maßnahmen leicht verletzt.

Der Leiter der Polizeiinspektion Güstrow, Polizeidirektor Hannes Lerke, findet für diese Vorfälle deutliche Worte:

„Polizeiarbeit ist ein anspruchsvoller und mitunter auch gefahrgeneigter Beruf. Dennoch darf niemand erwarten, dass Beleidigungen, tätliche Angriffe oder rassistisch motivierte Anfeindungen einfach hingenommen werden. Unsere Kolleginnen und Kollegen haben am Wochenende professionell gehandelt und schwierige Situationen bewältigt. Umso wichtiger ist mir, deutlich zu sagen: Solche Übergriffe sind nicht hinnehmbar. Ich wünsche den verletzten Beamten eine schnelle Genesung und danke allen Einsatzkräften für ihren engagierten Dienst.“

Quelle: Presseportal

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