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Tessin / Landkreis Rostock: 19-Jähriger schießt auf Personengruppe

In der Nacht von Samstag zu Sonntag kam es zu zwei Einsätzen der Sanitzer Polizei in Tessin, nachdem ein 19-jähriger Deutscher gewalttätig gegenüber mehreren Personen auftrat.

Foto: Depositphotos

Tessin / Landkreis Rostock (ost)

In der Nacht von Samstag auf Sonntag gab es in Tessin zwei Einsätze der Sanitzer Polizei, nachdem ein 19-jähriger Deutscher offenbar gewalttätig gegenüber mehreren Personen aufgetreten war.

Schon gegen 22:40 Uhr wurde der Polizei eine körperliche Auseinandersetzung im Rahmen einer Feierlichkeit im Bereich Helmstorfer Weg / Ecke Rosengarten gemeldet. Nach bisherigen Erkenntnissen bedrohte ein 19-jähriger Tessiner während einer privaten Feier andere Gäste. Ein 44-jähriger Mann versuchte, die Situation zu beruhigen, woraufhin der 19-Jährige dem Mann mit der Faust ins Gesicht schlug. Der Angegriffene fiel zu Boden und verletzte sich an der Schulter. Er musste zur weiteren medizinischen Behandlung in eine Rostocker Klinik gebracht werden. Auch gegenüber den eingesetzten Polizeibeamten verhielt sich der 19-Jährige äußerst unkooperativ und dauerhaft aggressiv. Nach den polizeilichen Maßnahmen verließ er die Örtlichkeit und ging nach Hause.

Kurz nach 01:00 Uhr musste die Polizei erneut in den Helmstorfer Weg kommen. Zeugen meldeten den zuvor bereits auffällig gewordenen 19-Jährigen, der angeblich mit einem waffenähnlichen Gegenstand auf eine Personengruppe geschossen haben soll und weitere gefährliche Gegenstände bei sich hatte. Die betroffene Personengruppe kannte den Verdächtigen bereits von der vorherigen Feier. Bevor die Polizei eintraf, schafften es mehrere Anwesende, den 19-Jährigen zu überwältigen. Dabei wurden ihm unter anderem eine Luftdruckpistole, ein Schlagstock, ein Klappmesser mit einer 14 Zentimeter langen Klinge, ein Nothammer und ein Mundschutz abgenommen.

Nach Angaben von Zeugen soll der Verdächtige zunächst unerwartet aus seiner Wohnung in einem Mehrfamilienhaus im Helmstorfer Weg auf die auf der Straße stehende Personengruppe geschossen haben. Ein 50-jähriger Mann wurde am Bein getroffen und leicht verletzt. Dann verließ der Beschuldigte seine Wohnung und ging zu einem gegenüberliegenden Veranstaltungsgebäude, in das sich die betroffenen Personen zurückgezogen hatten. Dort bedrohte er zwei weitere Gäste, darunter einen 17-Jährigen, der ihn schließlich ansprach. In der Folge schlug der 19-Jährige auch diesem mit der Faust ins Gesicht. Der Angegriffene wehrte sich, woraufhin beide zu Boden gingen. Der Verdächtige wurde ebenfalls verletzt und musste zur weiteren medizinischen Versorgung in ein Krankenhaus gebracht werden. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wurde eine Blutprobe entnommen.

Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen gegen den 19-jährigen Deutschen unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung, Bedrohung und möglicher Verstöße gegen das Waffengesetz aufgenommen. Gegen den 17-Jährigen wird ebenfalls ermittelt, da er den Verdächtigen angeblich mit dessen eigenem Schlagstock geschlagen haben soll.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Mecklenburg-Vorpommern für 2022/2023

Die Mordraten in Mecklenburg-Vorpommern zwischen 2022 und 2023 sind rückläufig. Im Jahr 2022 wurden 39 Fälle von Mord registriert, während es im Jahr 2023 nur noch 23 Fälle waren. Die Anzahl der aufgeklärten Fälle blieb im Jahr 2022 bei 36 und im Jahr 2023 bei 23. Die Anzahl der Verdächtigen sank von 34 im Jahr 2022 auf 26 im Jahr 2023. Von den Verdächtigen waren im Jahr 2022 30 männlich, 4 weiblich und 6 nicht-deutsch. Im Jahr 2023 waren es 23 männliche, 3 weibliche und 5 nicht-deutsche Verdächtige. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Mordfällen in Deutschland mit 470 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 39 23
Anzahl der aufgeklärten Fälle 36 23
Anzahl der Verdächtigen 34 26
Anzahl der männlichen Verdächtigen 30 23
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 4 3
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 6 5

Quelle: Bundeskriminalamt

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