Polizei warnt vor Betrugsmaschen im Online-Handel während der Vorweihnachtszeit und gibt Präventionshinweise für sicheres Online-Shopping.
Torgelow: Betrugsfälle im Onlinehandel – Täter nutzen Vorweihnachtszeit

Landkreis Vorpommern-Greifswald (ost)
Am 11. Dezember 2025 wurden in der Polizeiinspektion Anklam zwei mögliche Betrugsfälle im Zusammenhang mit Online-Einkäufen gemeldet – Die Polizei warnt vor Vorsicht.
Ueckermünder fällt auf falschen Shop herein
Ein 63-jähriger deutscher Mann aus der Region Ueckermünde wandte sich an das örtliche Polizeirevier, nachdem er im Internet eine vermeintlich hochwertige Kaffeemaschine gekauft hatte. Das Angebot schien seriös und der Preis vernünftig. Nach der Zahlung per Überweisung erhielt der Käufer jedoch weder eine Bestellbestätigung noch die Ware. Der Schaden beläuft sich auf 330 Euro. Erste Ermittlungen deuten darauf hin, dass es sich um einen möglichen Fake-Shop handeln könnte. Eine entsprechende Strafanzeige wegen des Verdachts des Betrugs wurde aufgenommen.
Torgelower verliert Geld auf Verkaufsplattform Ein 45-jähriger Deutscher aus Torgelow hatte ein hochwertiges Mobiltelefon über eine bekannte Online-Verkaufsplattform bestellt. Nach der Zahlung von 300 Euro auf ein ausländisches Konto brach der Kontakt zum vermeintlichen Verkäufer ab. Die vereinbarte Ware wurde auch hier nicht geliefert. Die Kriminalpolizei ermittelt.
Präventionshinweise der Polizei
In der Vorweihnachtszeit verzeichnet die Polizei regelmäßig einen Anstieg von Betrugsfällen im Online-Handel. Täter nutzen die hohe Nachfrage und den Zeitdruck vieler Käufer aus. Die Polizei gibt daher folgende Empfehlungen: Überprüfen Sie das Angebot: Zu günstige Preise oder ungewöhnlich hohe Rabatte können auf unseriöse Anbieter hinweisen. Überprüfen Sie das Impressum und die Kontaktdaten: Fehlende Angaben oder zweifelhafte Informationen sollten vom Kauf abhalten. Achten Sie auf die Zahlungsmethoden: Vorkasse per Überweisung birgt ein hohes Risiko. Sicherer sind geschützte Zahlungsarten wie Lastschrift, Rechnungskauf oder Treuhanddienste. Recherchieren Sie Bewertungen und Erfahrungen: Suchen Sie vor dem Kauf nach Erfahrungsberichten – besonders bei unbekannten oder neu gegründeten Shops. Achten Sie auf Warnzeichen bei Online-Plattformen: Auffällig günstige Angebote, Druck zur schnellen Zahlung oder die Bitte, auf ausländische Konten zu überweisen, sollten misstrauisch machen. Vermeiden Sie die Kommunikation außerhalb der Plattformen: Betrüger versuchen oft, den Kontakt auf private Messenger-Dienste zu verlagern. Im Zweifelsfall ratet die Polizei davon ab zu kaufen, sondern sich zu informieren.
Quelle: Presseportal
Cybercrime-Statistiken in Mecklenburg-Vorpommern für 2022/2023
Die Cyberkriminalitätsraten in Mecklenburg-Vorpommern zwischen 2022 und 2023 sind rückläufig. Im Jahr 2022 wurden 919 Fälle registriert, wovon 382 gelöst wurden. Es gab insgesamt 328 Verdächtige, darunter 209 Männer, 119 Frauen und 40 Nicht-Deutsche. Im Jahr 2023 wurden 818 Fälle gemeldet, von denen 409 aufgeklärt wurden. Die Anzahl der Verdächtigen stieg auf 394, wobei 244 Männer, 150 Frauen und wiederum 40 Nicht-Deutsche betroffen waren. Im Vergleich dazu verzeichnete die Region Berlin im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Cyberkriminalitätsfällen in Deutschland mit 22.125 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 919 | 818 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 382 | 409 |
| Anzahl der Verdächtigen | 328 | 394 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 209 | 244 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 119 | 150 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 40 | 40 |
Quelle: Bundeskriminalamt








