Starke Unwetterfront sorgt für zahlreiche Einsätze von Feuerwehr und Polizei in Hagenow und Wittenburg. Fahrzeugkennzeichen gefunden, Zugverbindung nach Hamburg ausgefallen.
Unwetter im Landkreis Ludwigslust-Parchim

Hagenow/ Landkreis Ludwigslust-Parchim (ost)
Gestern Abend zog eine heftige Unwetterfront über Teile des Landkreises Ludwigslust-Parchim. Insbesondere die Regionen Hagenow und Wittenburg waren betroffen. Feuerwehr- und Polizeieinsatzkräfte waren bis spät in die Nacht im Einsatz.
Die Leitstellen meldeten zahlreiche umgestürzte Bäume, die von den freiwilligen Feuerwehren und teilweise auch von Passanten beseitigt wurden. An einigen Orten musste die Polizei Straßen für Rettungseinsätze der Feuerwehr sperren.
Gegen 19:30 Uhr musste in Hagenow die Tür eines Mehrfamilienhauses in der Straße des Friedens notgeöffnet werden, da Wasser aus der Decke gemeldet wurde. Vor Ort stellte sich heraus, dass die betroffene Wohnung leer stand und Regenwasser durch das beschädigte Dach eingedrungen war. Das Wasser hatte sich bereits über mehrere Etagen ausgebreitet.
Im Zusammenhang mit den Überschwemmungen wurden auch mehrere Fahrzeugkennzeichen gefunden und bei der Polizei in Hagenow abgegeben.
Sogar ein Streifenwagen des Polizeireviers Hagenow wurde durch Hagelschlag beschädigt. Neben vielen Dellen wurde die Sondersignalanlage des Fahrzeugs beschädigt (siehe Foto).
Am Bahnhof Ludwigslust saßen in der Nacht etwa 35 Reisende fest, darunter sechs Kinder, da die Zugverbindung nach Hamburg aufgrund des Unwetters ausgefallen war. Aufgrund der gesunkenen Temperaturen und der längeren Wartezeit auf Ersatzbusse versorgte die Polizei in Ludwigslust die Betroffenen mit Decken und Trinkwasser.
Trotz der schweren Auswirkungen des Unwetters wurden der Polizei keine wetterbedingten Verkehrsunfälle gemeldet. Vermutlich hat das vorsichtige Verhalten der Verkehrsteilnehmer dazu beigetragen.
Derzeit liegen keine Angaben zu den entstandenen Schadenssummen vor.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Mecklenburg-Vorpommern für 2023
Im Jahr 2023 gab es in Mecklenburg-Vorpommern insgesamt 55.641 Verkehrsunfälle. Davon waren 4.880 Unfälle mit Personenschaden, was 8,77% aller Unfälle ausmacht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 1.228 Fälle aus, was 2,21% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 334 Fällen registriert, was 0,6% aller Unfälle ausmacht. Die übrigen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 49.199 Fälle, was 88,42% ausmacht. In Ortslagen innerorts gab es 3.500 Unfälle (6,29%), außerorts (ohne Autobahnen) 2.320 Unfälle (4,17%) und auf Autobahnen 437 Unfälle (0,79%). Bei den Verkehrsunfällen kamen insgesamt 57 Personen ums Leben, 1.105 wurden schwer verletzt und 5.095 leicht verletzt.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 55.641 |
| Unfälle mit Personenschaden | 4.880 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 1.228 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 334 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 49.199 |
| Ortslage – innerorts | 3.500 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 2.320 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 437 |
| Getötete | 57 |
| Schwerverletzte | 1.105 |
| Leichtverletzte | 5.095 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








