Die Polizei warnt vor winterlichen Bedingungen im Straßenverkehr und betont die Wichtigkeit einer klaren Sicht durch vollständig befreite Scheiben.
Vereiste Frontscheibe: Fahrzeugführerin fährt gegen Straßenlaterne

Sternberg (ost)
Aufgrund eines Verkehrsunfalls am Donnerstagnachmittag in Sternberg betont die Polizei erneut die Bedeutung eines sicheren Fahrverhaltens bei winterlichen Witterungsverhältnissen.
Laut einer Augenzeugin fuhr um 16:00 Uhr eine 66-jährige Autofahrerin mit ihrem Wagen auf dem Mecklenburgring und geriet mehrmals auf die Gegenfahrbahn. Kurz darauf kam die 66-Jährige nach links von der Straße ab und prallte frontal gegen eine Straßenlaterne. Bei der folgenden Unfallaufnahme stellten die Polizeibeamten fest, dass die Frontscheibe des Kleinwagens vollständig mit Schnee und Eis bedeckt war, was das auffällige Fahrverhalten erklären dürfte. Es entstand ein Sachschaden von etwa 2.000 Euro am Fahrzeug und an der Laterne. Gegen die unverletzte Autofahrerin wurde ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet.
Die Polizei ruft erneut alle Verkehrsteilnehmer dazu auf, sich bei winterlichen Witterungsverhältnissen besonders umsichtig zu verhalten. Neben einer vorausschauenden Fahrweise müssen vor allem vor Fahrtantritt alle Scheiben vollständig von Schnee und Eis befreit sein. Eine eingeschränkte Sicht – beispielsweise durch ein nur teilweise freigekratztes Sichtfeld („Guckloch“) – stellt eine erhebliche Gefahr für alle Verkehrsteilnehmer dar. Wer mit vereisten oder verschneiten Scheiben fährt, riskiert nicht nur Bußgelder und Punkte, sondern auch Leib und Leben.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Mecklenburg-Vorpommern für 2023
Im Jahr 2023 gab es in Mecklenburg-Vorpommern insgesamt 55.641 Verkehrsunfälle. Davon waren 4.880 Unfälle mit Personenschaden, was 8,77% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 1.228 Fälle aus, was 2,21% aller Unfälle entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel waren mit 334 Fällen oder 0,6% vertreten. Die meisten Unfälle, nämlich 49.199, waren Übrige Sachschadensunfälle, was 88,42% ausmacht. Innerorts ereigneten sich 3.500 Unfälle (6,29%), außerorts (ohne Autobahnen) waren es 2.320 Unfälle (4,17%) und auf Autobahnen gab es 437 Unfälle (0,79%). Insgesamt gab es 57 Getötete, 1.105 Schwerverletzte und 5.095 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 55.641 |
| Unfälle mit Personenschaden | 4.880 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 1.228 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 334 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 49.199 |
| Ortslage – innerorts | 3.500 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 2.320 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 437 |
| Getötete | 57 |
| Schwerverletzte | 1.105 |
| Leichtverletzte | 5.095 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








