Themenorientierte Verkehrskontrollen setzen Schwerpunkt auf Vorfahrt und technischen Zustand der Fahrzeuge zur Verhinderung von Unfällen.
Verkehrskontrollen 2025: Fokus auf Hauptunfallursachen

Neubrandenburg/Rostock (ost)
Ein rotes Licht übersehen, ein Stoppschild überfahren oder die Vorfahrt auf einer Nebenstraße missachtet – und schon ist ein Unfall passiert. Im Jahr 2023 gehörten Vorfahrt und Vorrang zu den TOP 3 der Unfallursachen in Mecklenburg-Vorpommern. Die Landespolizei stellte 2023 mehr als 8.700 Verstöße gegen die Vorfahrt und das Rotlicht fest. Die vorläufigen Zahlen für 2024 sind ähnlich hoch. Leider enden solche Verstöße nicht immer nur mit Blechschäden. Im vergangenen Jahr starben zwei Menschen bei Unfällen, die durch Fehler bei der Vorfahrt und dem Vorrang verursacht wurden.
Das ist Grund genug für die Beamtinnen und Beamten der Landespolizei Mecklenburg-Vorpommern, im kommenden Monat den Fokus bei den themenorientierten Verkehrskontrollen der Kampagne Fahren.Ankommen.LEBEN! auf das Thema Vorfahrt/Vorrang zu legen. Jeder Unfall ist einer zu viel auf dem Weg zur Vision Zero, also null Verkehrstote.
Ein weiterer Schwerpunkt in diesem Monat ist der technische Zustand der Fahrzeuge. Dazu gehören Kontrollen der Bereifung, Beleuchtung und der Zustand der Scheiben, insbesondere der Frontscheibe. Im vergangenen Jahr gab es auch hier mehrere Unfälle, die auf einen unzureichenden technischen Zustand der Fahrzeuge zurückzuführen waren.
In den acht Polizeiinspektionen der Polizeipräsidien Neubrandenburg und Rostock werden daher den gesamten Monat Januar verstärkt stationäre und mobile Kontrollen durchgeführt. Die ersten Kontrollen finden am 07. Januar 2025 im Bereich der Polizeiinspektion Neubrandenburg statt.
In Bezug auf den Zustand Ihres Fahrzeugs gibt die Polizei außerdem folgenden Rat:
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Mecklenburg-Vorpommern für 2023
Die Verkehrsunfallstatistik für Mecklenburg-Vorpommern im Jahr 2023 zeigt insgesamt 55.641 Unfälle. Davon endeten 4.880 Unfälle mit Personenschaden, was 8,77% aller Unfälle entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 1.228 Fälle aus, was 2,21% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 334 Fällen registriert, was 0,6% aller Unfälle ausmacht. Die restlichen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 49.199 Fälle, was 88,42% entspricht. Innerorts gab es 3.500 Unfälle (6,29%), außerorts (ohne Autobahnen) 2.320 Unfälle (4,17%) und auf Autobahnen 437 Unfälle (0,79%). Bei den Verkehrsunfällen kamen 57 Menschen ums Leben, 1.105 wurden schwer verletzt und 5.095 erlitten leichte Verletzungen.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 55.641 |
| Unfälle mit Personenschaden | 4.880 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 1.228 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 334 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 49.199 |
| Ortslage – innerorts | 3.500 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 2.320 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 437 |
| Getötete | 57 |
| Schwerverletzte | 1.105 |
| Leichtverletzte | 5.095 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








