Die Landespolizei legt den Fokus auf Vorfahrt und technischen Zustand der Fahrzeuge. Kontrollen finden im Januar statt, um Unfälle zu reduzieren.
Verkehrskontrollen 2025: Hauptunfallursachen in MV

Rostock (ost)
+++Bitte beachten Sie die Sperrfrist bis 07.01.2025, 04:00 Uhr!+++
Ein rotes Licht übersehen, ein Halteschild überfahren oder auf einer Nebenstraße die Vorfahrt nicht beachtet – und schon ist der Unfall passiert. Im Jahr 2023 gehörten Vorfahrt und Vorrang zu den TOP 3 der Unfallursachen in Mecklenburg-Vorpommern. Die Landespolizei stellte 2023 über 8.700 Verstöße gegen die Vorfahrt und das Rotlicht fest. Die vorläufigen Zahlen für 2024 sind ähnlich hoch. Leider endet es bei solchen Verstößen nicht immer nur mit Sachschäden. Im letzten Jahr starben zwei Menschen bei Unfällen, die durch Fehler bei der Vorfahrt und dem Vorrang verursacht wurden.
Ein guter Grund für die Beamtinnen und Beamten der Landespolizei Mecklenburg-Vorpommern, im nächsten Monat bei den themenorientierten Verkehrskontrollen der Kampagne Fahren.Ankommen.LEBEN! den Fokus auf das Thema Vorfahrt/Vorrang zu legen. Denn jeder Unfall ist auf dem Weg zur Vision Zero, also null Verkehrstoten, einer zu viel.
Ein weiterer Schwerpunkt in diesem Monat ist der technische Zustand der Fahrzeuge. Dazu gehören Kontrollen der Reifen, des Lichts und des Zustands der Scheiben, insbesondere der Windschutzscheiben. Im letzten Jahr gab es auch hier mehrere Unfälle, die auf einen unzureichenden technischen Zustand der Fahrzeuge zurückzuführen waren.
In den acht Polizeiinspektionen der Polizeipräsidien Neubrandenburg und Rostock werden daher den gesamten Monat Januar verstärkt stationäre und mobile Kontrollen durchgeführt. Die ersten Kontrollen finden am 07. Januar 2025 im Bereich der Polizeiinspektion Neubrandenburg statt.
In Bezug auf den Zustand Ihres Fahrzeugs empfiehlt die Polizei außerdem Folgendes: – Überprüfen und Nachfüllen des Frostschutzmittels für Kühler und Scheibenwaschanlage regelmäßig. – Überprüfen der Autobatterie zu Beginn der kalten Jahreszeit. – Regelmäßige Überprüfung der Beleuchtung und Fahren auch tagsüber mit Abblendlicht. – Fenster regelmäßig von innen und außen reinigen, um Sichtbehinderungen zu vermeiden. – Überprüfen von Beschädigungen, Profiltiefe, Reifendruck und Reifenalter. Dabei ist zu beachten, dass seit Oktober 2024 die Winterreifen das ALPINE-Symbol (Bergpiktogramm mit Schneeflocke) tragen müssen. M+S-Reifen sind nicht mehr erlaubt. Wer dennoch damit fährt, riskiert ein Bußgeld ab 60 Euro und 1 Punkt. Im Falle eines Unfalls fällt das Bußgeld höher aus.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Mecklenburg-Vorpommern für 2023
Im Jahr 2023 gab es in Mecklenburg-Vorpommern insgesamt 55.641 Verkehrsunfälle. Davon endeten 4.880 Unfälle mit Personenschaden, was 8,77% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 1.228 Fälle aus, was 2,21% aller Unfälle entspricht. 334 Unfälle waren auf den Einfluss berauschender Mittel zurückzuführen, was 0,6% aller Unfälle ausmacht. Die restlichen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 49.199 Fälle, was 88,42% aller Unfälle entspricht. In innerorts gelegenen Ortslagen ereigneten sich 3.500 Unfälle (6,29%), außerorts (ohne Autobahnen) waren es 2.320 Unfälle (4,17%) und auf Autobahnen 437 Unfälle (0,79%). Insgesamt gab es 57 Getötete, 1.105 Schwerverletzte und 5.095 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 55.641 |
| Unfälle mit Personenschaden | 4.880 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 1.228 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 334 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 49.199 |
| Ortslage – innerorts | 3.500 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 2.320 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 437 |
| Getötete | 57 |
| Schwerverletzte | 1.105 |
| Leichtverletzte | 5.095 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








