Im Jahr 2024 waren Vorfahrt und Rotlichtverstöße Hauptunfallursachen. Polizei verstärkt im Januar Kontrollen zu Vorfahrt und technischem Zustand der Fahrzeuge.
Verkehrskontrollen 2026: Polizei legt Fokus auf Hauptunfallursache

Neubrandenburg/Rostock (ost)
Ein rotes Licht übersehen, ein Halteschild überfahren oder die Vorfahrt auf der Nebenstraße missachtet – und schon ist der Unfall passiert. Im Jahr 2024 waren Vorfahrt und Vorrang die Hauptursachen für Unfälle in Mecklenburg-Vorpommern. Die Landespolizei stellte 2024 mehr als 8.600 Verstöße gegen die Vorfahrt und das Rotlicht fest. Leider enden solche Verstöße nicht immer nur mit Sachschäden. Oft kommt es zu schweren Verletzungen, manchmal sogar zu Todesfällen.
Das ist Grund genug für die Beamtinnen und Beamten der Landespolizei Mecklenburg-Vorpommern, im Januar bei den themenorientierten Verkehrskontrollen der Kampagne Fahren.Ankommen.LEBEN! den Schwerpunkt auf das Thema Vorfahrt/Vorrang zu legen. Jeder Unfall ist einer zu viel auf dem Weg zur Vision Zero, also null Verkehrstote.
Ein weiterer Schwerpunkt in diesem Monat ist der technische Zustand der Fahrzeuge. Dazu gehören Kontrollen der Reifen, der Beleuchtung und des Zustands der Scheiben, insbesondere der Windschutzscheiben. Im vergangenen Jahr gab es auch hier mehrere Unfälle, die auf einen mangelhaften technischen Zustand der Fahrzeuge zurückzuführen waren. Bis November 2025 wurden bei landesweiten Kontrollen mehr als 800 Verstöße gegen Vorschriften zu Beleuchtung, Bereifung und Bremsanlagen von der Polizei festgestellt. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres lag die Anzahl auf einem ähnlichen Niveau.
In den acht Polizeiinspektionen der Polizeipräsidien Neubrandenburg und Rostock werden daher den gesamten Januar über verstärkt stationäre und mobile Kontrollen durchgeführt. Die ersten Kontrollen finden am 06. Januar 2026 im Bereich der Polizeiinspektion Neubrandenburg statt.
Die Polizei gibt außerdem folgende Empfehlung zum Zustand Ihres Fahrzeugs:
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Mecklenburg-Vorpommern für 2023
Die Verkehrsunfallstatistik für Mecklenburg-Vorpommern im Jahr 2023 zeigt insgesamt 55.641 Unfälle. Davon endeten 4.880 Unfälle mit Personenschaden, was 8,77% entspricht. 1.228 Unfälle waren schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden, was 2,21% ausmacht. 334 Unfälle wurden unter dem Einfluss berauschender Mittel verursacht, was 0,6% entspricht. Die restlichen 49.199 Unfälle waren Übrige Sachschadensunfälle, was 88,42% ausmacht. Innerorts ereigneten sich 3.500 Unfälle, was 6,29% entspricht, außerorts (ohne Autobahnen) waren es 2.320 Unfälle (4,17%) und auf Autobahnen 437 Unfälle (0,79%). Insgesamt gab es 57 Getötete, 1.105 Schwerverletzte und 5.095 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 55.641 |
| Unfälle mit Personenschaden | 4.880 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 1.228 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 334 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 49.199 |
| Ortslage – innerorts | 3.500 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 2.320 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 437 |
| Getötete | 57 |
| Schwerverletzte | 1.105 |
| Leichtverletzte | 5.095 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








