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Verkehrsunfallstatistik Landkreis Rostock 2025

Im Jahr 2025 wurden 7.579 Verkehrsunfälle registriert, ein Anstieg von 1,4%. 708 Fälle mit Personenschäden, 925 Verletzte und 15 Todesfälle.

Foto: Depositphotos

Güstrow/ Landkreis Rostock (ost)

Im Jahr 2025 wurden im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Güstrow insgesamt 7.579 Verkehrsunfälle registriert. Dies entspricht einem leichten Anstieg von 1,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Deutlich stärker fiel jedoch die Zunahme bei Verkehrsunfällen mit Personenschäden aus: Hier registrierte die Polizei 708 Fälle und damit ein Plus von 9,3 Prozent. Insgesamt wurden 925 Menschen verletzt, 15 Menschen verloren ihr Leben – nahezu doppelt so viele wie im Vorjahr (8 in 2024).

Auffällig bleibt die Entwicklung bei bestimmten Altersgruppen. Sowohl bei jungen Fahranfängern im Alter von 18 bis 24 Jahren (794 verursachte Unfälle) als auch bei Verkehrsteilnehmern ab 65 Jahren ist weiterhin ein erhöhtes Unfallaufkommen festzustellen. In der Altersgruppe „65+“ stieg die Zahl der verursachten Unfälle um acht Prozent auf 1.279. Gleichzeitig zeigt sich darin auch, dass ältere Menschen heute länger aktiv und mobil am Straßenverkehr teilnehmen.

Die häufigsten Ursachen für Verkehrsunfälle mit Personenschäden bleiben unverändert:

Hauptursache bei Verkehrsunfällen mit Personenschaden bleibt „nicht angepasste Geschwindigkeit“ (121 Fälle), gefolgt von Vorfahrtsverstößen (118) und unzureichendem Sicherheitsabstand (115). Darüber hinaus spielen Alkohol- und Drogenkonsum, Ablenkung sowie fehlerhaftes Überholen weiterhin eine bedeutende Rolle. Rund 1.270 Verkehrsunfälle und damit etwa jeder sechste Unfall im Landkreis Rostock standen im Zusammenhang mit einem unerlaubten Entfernen vom Unfallort. Hierbei handelt es sich nicht um ein Kavaliersdelikt, sondern um eine Straftat, die in jedem Fall polizeiliche Ermittlungen nach sich zieht.

Baumkollisionen mit schweren Folgen

Auch Kollisionen mit Straßenbäumen stellen im Landkreis Rostock weiterhin ein erhebliches Risiko dar. Bei 53 Unfällen mit Personenschaden kam es zu einer Baumberührung – ein Anstieg um elf Fälle gegenüber dem Vorjahr. Acht Menschen verloren dabei ihr Leben. Damit steht mehr als jeder zweite tödliche Verkehrsunfall im Landkreis Rostock im Zusammenhang mit einer Baumkollision. „Viele schwere Verkehrsunfälle passieren nicht im dichten Stadtverkehr, sondern auf Landstraßen – häufig innerhalb weniger Sekunden durch zu hohe Geschwindigkeiten oder einen kurzen Moment der Ablenkung. Gerade Baumkollisionen enden dabei oft tödlich. Diese Zahlen machen sehr deutlich, wie schmal der Grat zwischen Alltag und Tragödie im Straßenverkehr manchmal ist“, erklärt der Leiter der Polizeiinspektion Güstrow, Polizeidirektor Hannes Lerke.

Wildunfälle weiterhin dominierend

Mit einem Anteil von 37 Prozent stellen Wildunfälle den größten Teil des Unfallgeschehens dar. Dabei wurden im vergangenem Jahr 28 Menschen verletzt, eine Person kam sogar bei einem Wildunfall ums Leben. Die Auswertung zeigt, dass sich diese Unfälle insbesondere im Oktober und überwiegend in den Nachtstunden ereignen. Die Polizei empfiehlt daher insbesondere in den Morgen- und Abendstunden sowie auf waldreichen Strecken eine angepasste Fahrweise und erhöhte Aufmerksamkeit.

Besonders betroffen bleiben Radfahrer und Fußgänger:

Die Zahl der Fahrradunfälle sank um fast zehn Prozent auf 207 Fälle. Dabei wurden 141 Menschen leicht und 34 schwer verletzt, eine Person verstarb. Häufige Ursachen waren die falsche Nutzung von Rad- und Gehwegen sowie alkoholbedingte Beeinflussung.

Weiter angestiegen ist die Zahl verunglückter Pedelecfahrer. Insgesamt registrierte die Polizei 35 Fälle und damit sieben mehr als im Vorjahr.

Zugenommen haben zudem Verkehrsunfälle unter Beteiligung von Fußgängern. Die Zahl stieg um 16 Prozent auf insgesamt 80 Unfälle. Drei Fußgänger verloren dabei ihr Leben – zwei mehr als im Vorjahr. Während die Zahl leichtverletzter Fußgänger nahezu unverändert blieb, stieg die Zahl der Schwerverletzten deutlich auf 22 Personen und damit auf mehr als das Doppelte des Vorjahreswertes.

Intensive Verkehrsüberwachung und Prävention

Die Verkehrssicherheitsarbeit bleibt ein zentraler Schwerpunkt der Polizeiinspektion Güstrow. Neben Präventionsangeboten setzt die Polizei weiterhin auf zielgerichtete Verkehrsüberwachung. Im Jahr 2025 wurden insgesamt 37.652 Verkehrsordnungswidrigkeiten festgestellt. Darunter befanden sich 20.084 Geschwindigkeitsverstöße, 1.629 Verstöße wegen unerlaubter Handynutzung am Steuer sowie 1.278 Vorfahrtsverstöße. Zusätzlich wurden 242 Fahrzeugführer unter dem Einfluss berauschender Mittel und 332 unter Alkoholeinfluss festgestellt und aus dem Verkehr gezogen. Zur Verkehrsunfallprävention konnten bei 134 Veranstaltungen mehr als 3.490 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erreicht werden.

Fazit

Die Verkehrsunfallentwicklung im Landkreis Rostock zeigt weiterhin Licht und Schatten. Während in einzelnen Bereichen positive Entwicklungen erkennbar sind, geben insbesondere die steigende Zahl schwerer Verkehrsunfälle und die hohe Zahl tödlicher Kollisionen Anlass zur Sorge. Die Polizeiinspektion Güstrow wird ihre Maßnahmen in den Bereichen Verkehrsüberwachung und Prävention deshalb konsequent fortführen.

Quelle: Presseportal

Statistiken zur Drogenkriminalität in Mecklenburg-Vorpommern für 2022/2023

Die Drogenraten in Mecklenburg-Vorpommern zwischen 2022 und 2023 zeigen einen leichten Rückgang. Im Jahr 2022 wurden 8223 Fälle erfasst, wovon 7758 gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen betrug 6598, wobei 5556 männlich und 1042 weiblich waren. 713 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Jahr 2023 sank die Anzahl der Fälle auf 7972, wobei 7575 gelöst wurden. Es gab insgesamt 6573 Verdächtige, wovon 5585 männlich und 988 weiblich waren. 875 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Vergleich dazu wurden in Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 insgesamt 73917 Drogenfälle registriert, was die höchste Anzahl an Drogenfällen in Deutschland darstellt.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 8.223 7.972
Anzahl der aufgeklärten Fälle 7.758 7.575
Anzahl der Verdächtigen 6.598 6.573
Anzahl der männlichen Verdächtigen 5.556 5.585
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 1.042 988
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 713 875

Quelle: Bundeskriminalamt

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Mecklenburg-Vorpommern für 2023

Im Jahr 2023 gab es insgesamt 55.641 Verkehrsunfälle in Mecklenburg-Vorpommern. Davon waren 4.880 Unfälle mit Personenschaden, was 8,77% aller Unfälle entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 1.228 Fälle aus, was 2,21% der Gesamtzahl entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 334 Fällen verzeichnet, was 0,6% aller Unfälle ausmacht. Die übrigen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 49.199 Fälle, was 88,42% aller Unfälle entspricht. Innerorts ereigneten sich 3.500 Unfälle (6,29%), außerorts (ohne Autobahnen) 2.320 Unfälle (4,17%) und auf Autobahnen 437 Unfälle (0,79%). Insgesamt gab es 57 Getötete, 1.105 Schwerverletzte und 5.095 Leichtverletzte.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 55.641
Unfälle mit Personenschaden 4.880
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 1.228
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 334
Übrige Sachschadensunfälle 49.199
Ortslage – innerorts 3.500
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 2.320
Ortslage – auf Autobahnen 437
Getötete 57
Schwerverletzte 1.105
Leichtverletzte 5.095

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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