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Wismar: Junge Fahrer im Fokus

Präventionsarbeit sensibilisiert Schüler für Verkehrsrisko. Polizei setzt auf Prävention an Berufsschulen, praktische Übungen und Gespräche.

Crashkurs
Foto: Presseportal.de

Wismar (ost)

Schnelligkeit, Ablenkung, Alkohol oder Drogen – bei schweren Verkehrsunfällen spielen oft riskante Entscheidungen eine wichtige Rolle. Um junge Leute frühzeitig für die Gefahren im Straßenverkehr zu sensibilisieren, hat die Polizeiinspektion Wimsmar in den letzten Tagen verstärkt Präventionsarbeit an Berufsschulen durchgeführt.

In der letzten Woche (20. Mai 2026) stand beim Verkehrssicherheitstag am Berufsschulzentrum Nord, Außenstelle Zierow, das praktische Erleben im Mittelpunkt. Gemeinsam mit verschiedenen Netzwerkpartnern wie der Verkehrswacht Wismar, der Fahrerlaubnisbehörde und einer Wismarer Fahrschule hatten Schüler die Gelegenheit, Risiken im Straßenverkehr unmittelbar zu erleben, z.B. durch Simulatoren, praktische Übungen oder Gespräche mit Fachleuten zum Thema Verkehrssicherheit, Fahrerlaubnis und Unfallprävention.

Ein besonders eindringlicher Ansatz wurde bei der gestrigen (28. Mai) Präventionsveranstaltung „Crashkurs MV“ am Berufsschulzentrum Nord verfolgt. Einsatzkräfte und Fachleute aus verschiedenen Bereichen berichteten aus ihrem beruflichen Alltag und zeigten auf, welche Konsequenzen schwerwiegende Verkehrsunfälle nicht nur für die Betroffenen, sondern auch für Angehörige, Rettungskräfte und Einsatzpersonal haben können.

Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst, Notfallseelsorge und ein betroffener Angehöriger verdeutlichten dabei eines: Verkehrsunfälle sind keine abstrakten Ereignisse, sondern können innerhalb weniger Sekunden ganze Lebenswege verändern.

Ein besonders eindrückliches Bild begleitete die Veranstaltung von Anfang an: Ein großer mit Helium gefüllter Ballon, auf dem persönliche Wünsche, Ziele und Zukunftspläne der Schüler standen. Am Ende der Veranstaltung wurden einige dieser Wünsche noch einmal hervorgehoben, bevor der Ballon zum Platzen gebracht wurde. Ein symbolischer Moment, der verdeutlichen sollte, worum es bei der Verkehrsprävention letztendlich geht: Entscheidungen im Straßenverkehr können innerhalb weniger Sekunden Auswirkungen haben, die weit über den eigentlichen Unfall hinausgehen.

Präventionsarbeit hat ein klares Ziel: Menschen frühzeitig zu erreichen, bevor aus einer falschen Entscheidung ein schwerer Verkehrsunfall wird.

Weitere Informationen zum Projekt „Crashkurs MV“, zu Teilnahmevoraussetzungen und organisatorischen Rahmenbedingungen finden Interessierte unter: https://www.verkehrswacht-mv.de/angebote/junge-fahrer-fahrerinnen/crashkurs-mv

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Mecklenburg-Vorpommern für 2023

Die Verkehrsunfallstatistik für Mecklenburg-Vorpommern im Jahr 2023 zeigt insgesamt 55.641 Unfälle. Davon waren 4.880 Unfälle mit Personenschaden, was 8,77% aller Unfälle entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 1.228 Fälle aus, was 2,21% aller Unfälle entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 334 Fällen registriert, was 0,6% aller Unfälle entspricht. Die restlichen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 49.199 Fälle, was 88,42% aller Unfälle ausmacht. Innerorts ereigneten sich 3.500 Unfälle (6,29%), außerorts (ohne Autobahnen) 2.320 Unfälle (4,17%) und auf Autobahnen 437 Unfälle (0,79%). Insgesamt gab es 57 Getötete, 1.105 Schwerverletzte und 5.095 Leichtverletzte.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 55.641
Unfälle mit Personenschaden 4.880
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 1.228
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 334
Übrige Sachschadensunfälle 49.199
Ortslage – innerorts 3.500
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 2.320
Ortslage – auf Autobahnen 437
Getötete 57
Schwerverletzte 1.105
Leichtverletzte 5.095

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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