Eine Serie von witterungsbedingten Unfällen sorgt für hohe Sachschäden und leichte Verletzungen bei den Betroffenen.
Wismar: Mehrere Verkehrsunfälle in Nordwestmecklenburg und Ludwigslust-Parchim

Landkreise NWM und LUP (ost)
Seit gestern gab es mehrere Verkehrsunfälle aufgrund des Wetters mit hohen Sachschäden und teilweise leicht verletzten Personen.
+++Nordwestmecklenburg+++
Ein 20-jähriger BMW-Fahrer verlor gestern gegen 21:30 Uhr auf der BAB 20 in der Nähe von Barnekow in Richtung Lübeck die Kontrolle über sein Fahrzeug und kam von der Fahrbahn ab. Das Auto kollidierte mit der Außenschutzplanke. Der entstandene Sachschaden wird auf etwa 40.000 Euro geschätzt. Der Fahrer blieb unverletzt.
Ein weiterer Unfall ereignete sich heute Morgen gegen 04:00 Uhr auf der BAB 20 in Richtung Rostock. Ein 19-jähriger Mercedesfahrer verlor anscheinend aufgrund des Wetters die Kontrolle über sein Fahrzeug, kam ebenfalls rechts von der Fahrbahn ab und kollidierte dort mit der Schutzplanke. Bei der Unfallaufnahme stellten die Einsatzkräfte fest, dass das Fahrzeug mit Sommerreifen ausgestattet war. Der entstandene Schaden wird auf etwa 15.000 Euro geschätzt. Niemand wurde verletzt.
Um 05:45 Uhr wurden die Kräfte des AVPR Metelsdorf erneut zu einem Verkehrsunfall gerufen. Auf der BAB 14 zwischen dem Kreuz Wismar und der Anschlussstelle Jesendorf geriet ein Transporter anscheinend aufgrund der Witterungsverhältnisse von der Fahrbahn ab und kollidierte zunächst mit der Mittelschutzplanke und dann mit der Außenschutzplanke. Der 41-jährige bulgarische Fahrer wurde vor Ort von Rettungskräften untersucht. Die Fahrspur wurde kurzzeitig gesperrt. Auch dieses Auto war nicht mehr fahrbereit. Der Schaden wird auf 20.000 Euro geschätzt.
+++Ludwigslust-Parchim+++
Im Landkreis Ludwigslust-Parchim gab es gestern bereits mehrere Verkehrsunfälle.
Gegen 10:30 Uhr verlor ein 40-jähriger Seat-Fahrer auf der BAB 24 bei Neustadt-Glewe die Kontrolle über sein Fahrzeug, kam von der Fahrbahn ab und prallte gegen die Mittelschutzplanke. Der Fahrer blieb unverletzt. Es entstand ein Schaden von etwa 14.000 Euro.
Kurz darauf geriet ein weiterer Seat auf der Bundesstraße 321 bei Suckow in der Nähe von Parchim aufgrund des Wetters von der Fahrbahn ab. Die vier Insassen, darunter der 23-jährige Fahrer und zwei Kinder, wurden leicht verletzt. Am Auto, das abgeschleppt werden musste, entstand ein Schaden von ungefähr 20.000 Euro.
Gegen 12:30 Uhr ereignete sich ein weiterer Unfall auf der BAB 24 bei Neustadt-Glewe. Auch hier kollidierte das Fahrzeug zunächst mit der Mittelschutz- und dann mit der Außenschutzplanke, nachdem der 62-jährige Mercedesfahrer von der Fahrbahn abgekommen war. Der Mann verletzte sich leicht. Der Schaden wird auf 10.000 Euro geschätzt.
Auch innerorts kam es zu einem wetterbedingten Verkehrsunfall. Auf dem Parkplatz eines Lebensmitteldiscounters in der Rudolf-Tarnow-Straße verlor ein 21-Jähriger beim Einparken die Kontrolle über seinen Dacia. Das Auto rutschte über einen Bordstein und eine Grünfläche und prallte dann gegen einen Zaun. Dabei entstand ein Schaden von etwa 800 Euro.
+++Hinweise der Polizei+++
Überfrierende Nässe, Glatteis, Schnee? Fahren Sie langsam und vorausschauend. Manchmal ist es zu schnell, so schnell zu fahren, wie es ein Verkehrsschild erlaubt. Passen Sie Ihre Fahrweise den Wetter- und Straßenbedingungen an. Reduzieren Sie das Tempo so weit, dass Sie sicher fahren können, gut reagieren und sicher anhalten können.
+++Winterreifen sind jetzt erforderlich!+++
Bereits ab Temperaturen von 7°C verhärtet sich die Gummimischung von Sommerreifen und reduziert dadurch die Haftung. Dies führt zu einem längeren Bremsweg. Die Straßenverkehrsordnung schreibt eine angemessene Bereifung bei „Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte“ vor. Ein festgelegter Zeitraum existiert nicht. Als Faustregel gilt jedoch die Zeit von Oktober bis Ostern. Erlaubt sind Reifen, die als wintergeeignet gelten. Darunter fallen gesetzlich nur Reifen mit dem Alpine-Symbol (Bergpiktogramm mit Schneeflocke). Ganzjahresreifen oder Allwetterreifen (mit M+S-Kennzeichnung) konnten nur bis Ende September 2024 im Rahmen einer Übergangsregelung verwendet werden. Reifen, die nur über eine „M+S“-Kennzeichnung verfügen, sind bei winterlichen Straßenverhältnissen also nicht mehr zulässig.
Sofern keine abweichende Erwähnung erfolgt ist, handelt es sich bei den Beteiligten um deutsche Staatsangehörige.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Mecklenburg-Vorpommern für 2023
Die Verkehrsunfallstatistik für Mecklenburg-Vorpommern im Jahr 2023 zeigt insgesamt 55.641 Unfälle. Davon endeten 4.880 Unfälle mit Personenschaden, was 8,77% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 1.228 Fälle aus, was 2,21% der Gesamtzahl entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 334 Fällen registriert, was 0,6% ausmacht. Die restlichen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 49.199 Fälle, was 88,42% ausmacht. Innerorts gab es 3.500 Unfälle (6,29%), außerorts (ohne Autobahnen) 2.320 Unfälle (4,17%) und auf Autobahnen 437 Unfälle (0,79%). Insgesamt gab es 57 Getötete, 1.105 Schwerverletzte und 5.095 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 55.641 |
| Unfälle mit Personenschaden | 4.880 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 1.228 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 334 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 49.199 |
| Ortslage – innerorts | 3.500 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 2.320 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 437 |
| Getötete | 57 |
| Schwerverletzte | 1.105 |
| Leichtverletzte | 5.095 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








