Jugendliche entwenden Feuerwehr-Pkw, verursachen Unfall und werden festgenommen. Falschfahrerin auf A 19 gestoppt, alkoholisiert und ohne Fahrerlaubnis.
Zwei Alkoholfahrten im Landkreis Rostock

Güstrow/Landkreis Rostock (ost)
Während Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Güstrow in der Nacht zum Samstag im Einsatz waren, haben zwei Jugendliche das Auto eines Feuerwehrmitglieds vom Feuerwehrgelände in der Landesbrandmeister-Bever-Straße in Güstrow gestohlen.
Nach aktuellen Informationen wurde der Lexus gegen 03:30 Uhr vom Feuerwehrgelände gestohlen. Kurz darauf meldeten Zeugen, dass das Fahrzeug aus Richtung Neukruger Straße über die Rostocker Straße fuhr und beim Rechtsabbiegen in die Niklotstraße mit einer Lichtzeichenanlage kollidierte.
Nach dem Unfall stiegen zwei Jugendliche aus dem Auto aus und wurden von aufmerksamen Zeugen angesprochen. Zuerst flüchteten sie zu Fuß, wurden jedoch kurz darauf von den Zeugen eingeholt und bis zum Eintreffen der Polizei festgehalten. Es handelt sich um einen 16-jährigen Tunesier und einen 15-jährigen Deutschen. Der 15-Jährige, der das Auto gefahren haben soll, hatte einen Atemalkoholwert von 1,94 Promille. Es bestand auch der Verdacht, dass er unter dem Einfluss von berauschenden Substanzen stand. Eine Blutprobe wurde angeordnet und durchgeführt. Anschließend wurde der Jugendliche seinen Erziehungsberechtigten übergeben.
Der Lexus wurde durch den Unfall erheblich beschädigt und war nicht mehr fahrtüchtig. Der entstandene Sachschaden am Auto und an der Lichtzeichenanlage wird derzeit auf etwa 8.000 Euro geschätzt. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen gegen die beiden Jugendlichen aufgenommen. Es besteht der Verdacht des Autodiebstahls sowie weiterer strafbarer Handlungen im Zusammenhang mit der Fahrt.
Falschfahrerin auf der A 19 gestoppt
In derselben Nacht stellten Polizeibeamte im Landkreis Rostock einen weiteren stark alkoholisierten Fahrer fest. Gegen 04:20 Uhr gingen mehrere Hinweise zu einem Falschfahrer auf der A 19 ein. Den Hinweisgebern zufolge kam ein VW Polo mit Fernlicht auf der Überholspur entgegen, etwa ab der Anschlussstelle Glasewitz in Richtung Berlin.
Beamte des Autobahnpolizeireviers Dummerstorf konnten das Auto schließlich zwischen den Anschlussstellen Laage und Kavelstorf stoppen. Die Fahrerin, eine 53-jährige Deutsche, war deutlich betrunken. Zuerst verweigerte sie einen Atemalkoholtest. Außerdem besaß sie keine gültige Fahrerlaubnis. Im Fahrzeug wurde auch eine leere Weinflasche gefunden.
Bei der 53-Jährigen wurde eine Blutprobe angeordnet und durchgeführt. Der VW Polo wies offensichtliche Schäden an der rechten Fahrzeugseite auf, die wahrscheinlich durch einen Zusammenstoß mit der Schutzplanke entstanden sind.
Dass in dieser Nacht nichts Schlimmeres passiert ist, ist auch dem aufmerksamen Verhalten der anderen Verkehrsteilnehmer zu verdanken. Durch ihre Wachsamkeit und vorsichtige Fahrweise konnte ein Zusammenstoß mit der Falschfahrerin und mögliche weitere Unfälle verhindert werden.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Mecklenburg-Vorpommern für 2023
Die Verkehrsunfallstatistik für Mecklenburg-Vorpommern im Jahr 2023 zeigt insgesamt 55.641 Unfälle. Davon endeten 4.880 Unfälle mit Personenschaden, was 8,77% aller Unfälle entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 1.228 Fälle aus, was 2,21% entspricht. 334 Unfälle wurden unter dem Einfluss berauschender Mittel verursacht, was 0,6% aller Unfälle ausmacht. Die restlichen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 49.199 Fälle, was 88,42% ausmacht. Innerorts gab es 3.500 Unfälle (6,29%), außerorts (ohne Autobahnen) 2.320 Unfälle (4,17%) und auf Autobahnen 437 Unfälle (0,79%). Insgesamt gab es 57 Getötete, 1.105 Schwerverletzte und 5.095 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 55.641 |
| Unfälle mit Personenschaden | 4.880 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 1.228 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 334 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 49.199 |
| Ortslage – innerorts | 3.500 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 2.320 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 437 |
| Getötete | 57 |
| Schwerverletzte | 1.105 |
| Leichtverletzte | 5.095 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








