Die Verkehrsunfallbilanz 2025 zeigt ein widersprüchliches Bild: Während die Zahl der Schwerverletzten auf den niedrigsten Stand seit Jahrzehnten sinkt, steigt die Zahl der Verkehrstoten leicht an. Experten sehen weiterhin Handlungsbedarf für mehr Sicherheit auf deutschen Straßen.
Mehr Verkehrstote, aber weniger Schwerverletzte – Unfallbilanz 2025

In Deutschland sind im Jahr 2025 mehr Menschen bei Verkehrsunfällen getötet worden als im Jahr zuvor, zugleich sank die Zahl der schwer Verletzten auf einen historischen Tiefstand. Das geht aus vorläufigen Daten des Statistischen Bundesamtes (Destatis) hervor, die am Mittwoch veröffentlicht wurden.
Zahl der Verkehrstoten steigt
Nach den Statistiken kamen im vergangenen Jahr 2.814 Menschen bei Straßenverkehrsunfällen ums Leben – das waren 44 mehr als im Jahr 2024 (2.770), entsprechend einem Anstieg von etwa zwei Prozent. Damit ist die Zahl der Verkehrstoten 2025 wieder leicht gestiegen.
Die Gesamtzahl der Unfälle mit Personenschaden nahm ebenfalls zu, wenn auch moderat: Rund 293.000 Unfälle mit Verletzten oder Toten wurden registriert, ein Plus von etwa einem Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Weniger Schwerverletzte – niedrigster Stand seit 1991
Im Gegensatz zur Entwicklung bei den Todesopfern sank die Zahl der schwerverletzten Verkehrsteilnehmer deutlich: Sie ging um rund vier Prozent auf etwa 48.400 zurück – der niedrigste Wert seit Beginn der getrennten Erfassung von Leicht- und Schwerverletzten im Jahr 1991. Zugleich stieg die Anzahl der Leichtverletzten leicht auf rund 318.000 an.
Die Gesamtzahl der Verletzten blieb mit rund 366.000 im Jahr 2025 insgesamt nahezu unverändert gegenüber 2024.
Gesamtunfallzahlen und Kontexte
Insgesamt wurden im Jahr 2025 gut 2,5 Millionen Unfälle registriert – damit blieb die Zahl der polizeilich erfassten Verkehrsunfälle etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Die Mehrzahl (etwa 2,2 Millionen) führte zu reinen Sachschäden, was leicht rückläufig war.
Die Entwicklung zeichnet ein gemischtes Bild: Zwar sank die Zahl der schweren Verletzungen auf ein historisches Tief, doch bleibt der leichte Anstieg der Todesopfer ein Warnsignal. Experten und Verkehrssicherheitsorganisationen betonen immer wieder, dass zusätzliche Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit im Straßenverkehr notwendig seien – etwa durch Tempo-Kontrollen, Infrastrukturverbesserungen und Technologien zur Vermeidung von Unfällen.
Regionale Unterschiede
Eine regionale Auswertung, etwa aus Brandenburg, zeigt, dass dort ebenfalls mehr Menschen durch Unfälle auf Straßen starben, obwohl die Gesamtzahl der Unfälle leicht zurückging. Hauptursache war in vielen Fällen nicht angepasste Geschwindigkeit, insbesondere auf Straßen außerhalb geschlossener Ortschaften.
Fazit
Die vorläufigen Daten für 2025 weisen auf eine Zunahme der Verkehrstoten in Deutschland hin, während die Zahl der Schwerverletzten auf ein neues Rekordtief gefallen ist. Diese Entwicklung unterstreicht die Komplexität der Verkehrssicherheitslage: Fortschritte bei der Vermeidung schwerer Verletzungen existieren, doch die Reduktion der Todesopfer bleibt eine zentrale Herausforderung für Politik und Verkehrssicherheitsmaßnahmen.








