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Mississippi: Einjähriger Junge stirbt durch Polizeischüsse während Ladendiebstahl-Einsatz

Bei einem Polizeieinsatz in Senatobia, Mississippi, wird ein einjähriger Junge erschossen, während seine Mutter schwer verletzt wird. Die Beamten reagierten auf einen Ladendiebstahl und eröffneten das Feuer, nachdem ein Fahrzeug beinahe einen Polizisten erfasst hätte.

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Auf der Suche nach Ladendieben: US-Polizisten erschießen einjährigen Jungen
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Ein einjähriger Junge verlor sein Leben, als Polizeibeamte während eines Einsatzes wegen Ladendiebstahls in Senatobia, Mississippi, das Feuer eröffneten. Der Vorfall ereignete sich am Sonntagnachmittag, dem 17. Juni 2026, gegen 14 Uhr, als die Beamten zu einem Walmart gerufen wurden.

Details zum Vorfall

Bei Eintreffen der Polizei entdeckten die Beamten ein Fahrzeug, das offenbar versuchte, sich vom Parkplatz zu entfernen. In dem Auto befanden sich zwei Frauen sowie das Kleinkind. Diese hatten ihren Einkauf abgeschlossen und wollten nach Hause fahren. Laut Angaben der Polizei gab es einen Beinahe-Unfall mit einem der Beamten, was zu den Schüssen führte.

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Die Folgen

Bei einer Untersuchung des Fahrzeugs wurde ein Einschussloch auf der Beifahrerseite der Windschutzscheibe entdeckt, wo die Mutter des Kindes, die das Kleinkind auf dem Schoß hatte, saß. Der Junge wurde durch die Kugel getötet, während seine Mutter schwer verletzt wurde. Die Fahrerin, die Tante des Kindes, brachte sie sofort ins nächstgelegene Krankenhaus, wo nur noch der Tod des Jungen festgestellt werden konnte.

Reaktionen der Angehörigen und der Öffentlichkeit

Die Familie des verstorbenen Kindes zeigt sich fassungslos.

„Es hätte nicht so weit kommen müssen. Man hätte es anders handhaben können,“

äußerte LiCole Wiley, die Mutter des Jungen. Der Großvater des Kindes, Carlos Haynes, betont:

„Jemand muss dafür zur Rechenschaft gezogen werden. Das ist einfach nicht richtig.“

In den Tagen nach dem Vorfall fanden Proteste gegen Polizeigewalt vor dem Walmart statt, die von der Polizei mit Tränengas aufgelöst wurden.

Hintergrund zu Polizeivorfällen in Senatobia

Die Polizeiarbeit in Senatobia steht immer wieder in der Kritik. So wurde im vergangenen Jahr eine Frau mit einem Taser niedergeschossen, weil sie fälschlicherweise auf einem Behindertenparkplatz parkte. Zudem wurde 2023 ein zehnjähriger Junge festgenommen, weil er auf einem Parkplatz urinierte. Die Behörde hat seitdem eine neue Führung und einige Beamte sind nicht mehr im Dienst. Aktuell gibt es noch keine Stellungnahme zu möglichen Konsequenzen im aktuellen Fall.

Die Polizei hat angekündigt, die Ermittlungen durch das Mississippi Bureau of Investigation (MBI) durchführen zu lassen und verspricht, die Öffentlichkeit über die Fortschritte im Fall auf dem Laufenden zu halten.


Quellen: n-tv

Bildquelle: depositphotos

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TS