Mobiles Menü schließen
Startseite Schlagzeilen

Mordprozess in Chemnitz: Mann steht wegen tödlichem Angriff auf Ehefrau vor Gericht

Im Chemnitzer Prozess steht Allahmir R. wegen des Totschlags seiner Frau Masouma im Fokus. Die Anklage beschreibt einen brutalen Angriff mit einem Fleischerbeil, der die Mutter von vier Kindern das Leben kostete. Die Tragödie wirft Fragen zu häuslicher Gewalt und eifersüchtigem Verhalten auf.

Prozess in Chemnitz: Afghane soll Frau mit Beil getötet haben | Regional
Bildquelle: Tingey Injury Law Firm auf Unsplash

Chemnitz (Sachsen) – Am 24. September 2025 wurde Allahmir R. (39) von der Polizei in Unterwäsche festgenommen. Zunächst war unklar, wie es zu dem Blutbad in der Wohnung seiner Familie in Chemnitz gekommen war. Fest stand jedoch, dass seine Frau Masouma (39) schwerste Verletzungen erlitten hatte, an denen sie wenig später verstarb.

Mit dem Beginn des Prozesses am Chemnitzer Landgericht wird in der Anklage deutlich, wie der Afghane seinen vier Kindern an diesem verhängnisvollen Tag die Mutter genommen haben soll: „Er schlug mit einem 927,68 Gramm schweren Fleischerbeil zu“, erklärte Staatsanwalt Carsten Schönfeld. Die Frau sei aufgrund massiver stumpfer Gewalteinwirkung am Kopf gestorben. Zunächst wird wegen Totschlags verhandelt, jedoch stellte der Vorsitzende Richter Janko Ehrlich klar, dass auch eine Verurteilung wegen Mordes aus niederen Beweggründen möglich sei.

Im Gerichtssaal verbarg Allahmir R. sein Gesicht, während seine Anwältin Diana Lorenz an seiner Seite saß.

Hintergrund der Tat

Die getötete Mutter von vier Kindern soll stark unter dem chronisch eifersüchtigen Verhalten ihres Mannes gelitten haben. Nachbarn berichteten von häufigen Streitigkeiten und Lärm. In der Vergangenheit war Masouma R. sogar in ein Frauenhaus geflüchtet, um sich in Sicherheit zu bringen.

Vorherige Übergriffe

Bereits im Jahr 2023 hatte es einen Übergriff gegeben, der vor Gericht behandelt wurde. Damals soll Allahmir R. seine Frau in den Keller gelockt, sie gewürgt und mit einem Messer bedroht haben. Er hatte die PIN-Nummer von Masoumas Handy verlangt, um nach „verdächtigen“ Bildern zu suchen. In diesem Fall kam es jedoch zu keiner Verurteilung, da die Ehefrau von ihrem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch machte.

Im aktuellen Totschlag-Verfahren schweigt Allahmir R. Es sind insgesamt drei weitere Verhandlungstage angesetzt. Die vier Kinder des Paares, von denen drei noch minderjährig sind, sind als Nebenkläger beteiligt.

Haben Sie Fehler entdeckt? Möchten Sie etwas kritisieren? Dann schreiben Sie uns gerne!

Mehr zum Thema

Die Bayerische Polizei – Sohn verletzt Vater bei Auseinandersetzung schwer

„`

Bildquelle: Bildquelle: Tingey Injury Law Firm auf Unsplash

Karte für diesen Artikel

Ronny Winkler