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Angriff auf Wohnungslosen: Festnahmen in Hannover

Nach einem Angriff auf einen wohnungslosen Mann in Hannover-Vahrenheide wurden drei Tatverdächtige ermittelt. Zwei von ihnen werden wegen versuchten Totschlags untersucht.

Foto: Depositphotos

Hannover (ost)

Nach einem Überfall auf einen obdachlosen Mann an einer Straßenbahnhaltestelle in Hannover-Vahrenheide am 03.05.2026 haben die Behörden drei Verdächtige identifiziert und Durchsuchungen im Sahlkamp und in Vahrenheide durchgeführt.

Laut den Ermittlungen des Zentralen Kriminaldienstes Hannover gelten drei Jugendliche im Alter von 16, 17 und 18 Jahren als dringend verdächtig, den obdachlosen Mann angegriffen zu haben. Gegen zwei von ihnen wird auch wegen versuchten Totschlags ermittelt.

Die Verdächtigen sollen den 48-jährigen obdachlosen Mann am 03.05.2026 um 05:55 Uhr an der Stadtbahnhaltestelle Papenwinkel in Hannover-Vahrenheide attackiert und geschlagen haben. Als der Mann versuchte, dem Trio auszuweichen, wurde er weiter verfolgt und angegriffen.

Ein Ehepaar (58 und 59 Jahre alt) kam ihm zu Hilfe und wurde dann selbst brutal angegriffen. Aufgrund der schweren Gewalt, einschließlich Tritte gegen den Kopf, mussten beide zur weiteren ärztlichen Untersuchung ins Krankenhaus gebracht werden. Die Verletzungen waren so schwer, dass die Staatsanwaltschaft Hannover dies als versuchten Totschlag einstufte.

Nach intensiven polizeilichen Ermittlungen wurde das Trio identifiziert, und der 18-jährige Verdächtige wurde am 19.05.2026 in Untersuchungshaft genommen. Am Morgen des 22.05.2026 wurden dann drei Durchsuchungsbeschlüsse für Objekte in den Stadtteilen Sahlkamp und Vahrenheide in Hannover sowie ein weiterer Haftbefehl in diesem Fall vollstreckt.

Bei den Durchsuchungen wurden verschiedene Beweismittel sichergestellt. Die Haftbefehle wurden vom Amtsgericht Hannover bestätigt. Der 16-jährige und der 18-jährige Verdächtige wurden in Jugendhaftanstalten überstellt.

Diese Pressemitteilung wurde von der Staatsanwaltschaft Hannover und der Polizeidirektion Hannover gemeinsam veröffentlicht.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Niedersachsen für 2022/2023

Die Mordraten in Niedersachsen zwischen 2022 und 2023 zeigen einen leichten Rückgang. Im Jahr 2022 wurden 278 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 nur noch 236 waren. Die Anzahl der gelösten Fälle sank ebenfalls von 258 auf 225. Die Anzahl der Verdächtigen ging von 380 auf 315 zurück, wobei die meisten Verdächtigen männlich waren. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Mordfällen in Deutschland mit 470 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 278 236
Anzahl der aufgeklärten Fälle 258 225
Anzahl der Verdächtigen 380 315
Anzahl der männlichen Verdächtigen 329 269
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 51 46
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 152 127

Quelle: Bundeskriminalamt

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