Ein mutmaßlich homophober Angriff vor einem Supermarkt in Göttingen führte zu einem offenen Haftbefehl gegen einen 40-Jährigen, der Widerstand leistete.
Angriff vor Supermarkt,40-Jähriger leistet Widerstand: Haftbefehl vollstreckt

Göttingen (ost)
Göttingen, Kurze-Geismar-Straße
Freitag, 17. April 2026, ungefähr um 21.30 Uhr
GÖTTINGEN (ab) – Es wird berichtet, dass es am Freitagabend (17.04.26) gegen 21.30 Uhr vor einem Supermarkt in der Kurze-Geismar-Straße zu einem vermutlich homophob motivierten Angriff auf eine Gruppe von vier Personen gekommen ist. Ein Mann wurde dabei leicht verletzt, so die bisherigen Informationen. Die Polizei Göttingen bittet Zeugen, die den Vorfall beobachtet haben, sich zu melden.
Nach den ersten Ermittlungen kam es zunächst zu verbalen Auseinandersetzungen zwischen zwei Göttingern im Alter von 40 und 36 Jahren und der später angegriffenen Gruppe in der Nähe des Marktes. Dabei sollen die beiden Männer die Betroffenen unter anderem wegen ihrer sexuellen Orientierung beleidigt haben. Ein vermutlich homophober Hintergrund wird derzeit weiter untersucht.
Als die vierköpfige Gruppe den Markt verließ, warteten die beiden Göttinger bereits vor dem Ausgang und griffen kurz darauf an.
Die Polizeibeamten trafen vor Ort auf eine unübersichtliche und dynamische Situation. Einer der Tatverdächtigen verhielt sich sofort hochaggressiv und musste überwältigt werden. Er leistete erheblichen Widerstand, bevor er festgenommen werden konnte.
Selbst nach seiner Festnahme beruhigte sich der 40-Jährige nicht. Er beleidigte und bedrohte die Polizeibeamten fortlaufend, auch während des Transports und der weiteren Maßnahmen. Gegen ihn wurden Anzeigen wegen Widerstands, Beleidigung und Bedrohung erstattet.
Der 40-jährige Göttinger erlitt leichte Verletzungen im Gesicht und wurde vor Ort behandelt. Es wurde eine Blutentnahme durchgeführt und festgestellt, dass gegen ihn ein Haftbefehl vorlag. Da er die Kaution nicht zahlen konnte, wurde er inhaftiert.
Der 36-jährige Mitbeschuldigte verhielt sich gegenüber den Beamten unauffälliger. Auch gegen ihn wird im Zusammenhang mit dem mutmaßlich homophoben Angriff ermittelt. Zudem erhielt er einen Platzverweis für die Innenstadt.
Die weiteren Ermittlungen werden vom Staatsschutzkommissariat der Polizei Göttingen durchgeführt.
Zeugen, die den Vorfall am Freitagabend vor dem Supermarkt in der Kurze-Geismar-Straße beobachtet haben oder Hinweise geben können, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0551/491-2115 bei der Polizei Göttingen zu melden.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Niedersachsen für 2022/2023
Die Mordraten in Niedersachsen zwischen 2022 und 2023 sind rückläufig. Im Jahr 2022 wurden 278 Fälle registriert, von denen 258 aufgeklärt wurden. Es gab insgesamt 380 Verdächtige, darunter 329 Männer, 51 Frauen und 152 Nicht-Deutsche. Im Jahr 2023 sank die Zahl der registrierten Fälle auf 236, von denen 225 aufgeklärt wurden. Die Anzahl der Verdächtigen betrug 315, darunter 269 Männer, 46 Frauen und 127 Nicht-Deutsche. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Mordfällen in Deutschland mit 470 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 278 | 236 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 258 | 225 |
| Anzahl der Verdächtigen | 380 | 315 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 329 | 269 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 51 | 46 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 152 | 127 |
Quelle: Bundeskriminalamt








