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Ankum: E-Scooter-Unfall mit zwei Zwölfjährigen wirft Fragen auf

Zwei Kinder auf nicht versichertem E-Scooter verletzt, Sozius schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht nach Zusammenstoß mit Skoda.

Foto: unsplash

Osnabrück (ost)

Zwei Kinder unter 14 Jahren, gemeinsam auf einem E-Scooter ohne Versicherungsschutz: Bei einem Unfall auf der Kastanienallee erlitten zwei Zwölfjährige am Mittwochabend teils schwere Verletzungen. Zuvor hatten sie einen vorfahrtsberechtigten Skoda übersehen. Auch die technische Zulässigkeit des Scooters ist nach der Unfallaufnahme weiter fraglich.

Gegen 20.25 Uhr wollten die Jungen die Kreuzung aus der Kastanienallee kommend geradeaus überqueren. Dabei übersah der Fahrer offenbar einen von rechts kommenden, bevorrechtigten Skoda. Es kam zum Zusammenstoß, bei dem beide Jungen zu Fall kamen. Der zwölfjährige Fahrer wurde leicht verletzt, sein Mitfahrer erlitt schwere Verletzungen. Der Sozius wurde in ein Krankenhaus gebracht. Unverletzt blieb nur der 57-jährige Autofahrer.

Im Rahmen der Unfallaufnahme stellten die Beamten fest, dass für den E-Scooter kein Versicherungsschutz nachgewiesen werden konnte. Zudem bestehen Zweifel, ob der Elektroroller überhaupt über eine Betriebserlaubnis für den öffentlichen Straßenverkehr besitzt.

Die Polizei weist darauf hin, dass E-Scooter im öffentlichen Straßenverkehr erst ab einem Alter von 14 Jahren gefahren werden dürfen. Außerdem ist die Mitnahme einer weiteren Person auf einem E-Scooter nicht erlaubt. Auch müssen die Fahrzeuge den gesetzlichen Anforderungen entsprechen und über einen gültigen Versicherungsschutz verfügen. Eltern sollten darauf achten, welche E-Scooter ihre Kinder nutzen und ob diese für den Straßenverkehr zugelassen sind. Wichtig ist außerdem, dass Kinder und Jugendliche die Verkehrsregeln kennen, an Kreuzungen besonders aufmerksam sind und bei Dunkelheit gut sichtbar unterwegs sind.

“Ein E-Scooter ist kein Spielzeug – falsche Einschätzungen und fehlende Aufmerksamkeit können schwere Folgen haben”, so Jannis Gervelmeyer, Sprecher der Polizeiinspektion Osnabrück.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Niedersachsen für 2023

Im Jahr 2023 gab es insgesamt 211.737 Verkehrsunfälle in Niedersachsen. Davon waren 32.471 Unfälle mit Personenschaden, was 15,34% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 2,02% der Gesamtzahl aus, was 4.271 Unfällen entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel waren mit 1.665 Fällen oder 0,79% vertreten. Die meisten Unfälle, nämlich 81,86%, waren Übrige Sachschadensunfälle mit 173.330 Vorfällen. Innerorts ereigneten sich 24.125 Unfälle (11,39%), außerorts (ohne Autobahnen) 13.995 Unfälle (6,61%) und auf Autobahnen 3.672 Unfälle (1,73%). Insgesamt gab es 423 Getötete, 5.122 Schwerverletzte und 36.247 Leichtverletzte.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 211.737
Unfälle mit Personenschaden 32.471
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 4.271
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 1.665
Übrige Sachschadensunfälle 173.330
Ortslage – innerorts 24.125
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 13.995
Ortslage – auf Autobahnen 3.672
Getötete 423
Schwerverletzte 5.122
Leichtverletzte 36.247

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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