Zwei Passanten wurden auf dem Wochenmarkt in Göttingen attackiert, nachdem einer von ihnen einen „Thor Steinar“-Pullover trug. Die Täter sind geflohen und der Staatschutzkommissariat ermittelt.
Attacke auf Passanten auf Wochenmarkt in Göttingen

Göttingen (ost)
Göttingen, Hospitalstraße/dortiger Wochenmarkt Montag, 11. Mai 2026, gegen 18.55 Uhr
GÖTTINGEN (jk) – Zwei Fußgänger wurden am frühen Montagabend (11.05.26) in der Innenstadt von Göttingen von mehreren, möglicherweise teilweise vermummten Unbekannten angegriffen, angeblich wegen eines „Thor Steinar“-Pullovers. Der Vorfall ereignete sich um 18.55 Uhr auf dem Wochenmarkt an der Hospitalstraße. Bei dem Angriff wurden ein 17-jähriger Jugendlicher und ein 19-jähriger Heranwachsender aus dem Landkreis Eichsfeld leicht verletzt. Die Täter flohen. Eine Fahndung nach ihnen blieb erfolglos. Das Staatschutzkommissariat hat die Ermittlungen aufgenommen.
Der Angriff erfolgte vermutlich aufgrund des Pullovers, den der 19-Jährige trug. Auf dem Wochenmarkt wurden die beiden Passanten von etwa fünf Personen zunächst als „Nazis“ bezeichnet und beleidigt. Einer aus der Gruppe schlug dann vermutlich mit einem stockartigen Gegenstand auf die jungen Männer ein und verletzte sie leicht. Als Passanten eingriffen, flüchteten die Angreifer.
Alle Verdächtigen werden als ca. 20 bis 30 Jahre alt, schlank und größtenteils dunkel gekleidet beschrieben. Weitere Informationen sind derzeit nicht bekannt.
Die Polizei hat Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung aufgenommen. Das Verfahren wird vom Staatsschutzkommissariat bearbeitet, aufgrund der festgestellten Umstände.
Hinweise nimmt die Polizei Göttingen unter der Telefonnummer 0551/491-2115 entgegen.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Niedersachsen für 2022/2023
Die Mordraten in Niedersachsen zwischen 2022 und 2023 sind rückläufig. Im Jahr 2022 wurden 278 Fälle registriert, wovon 258 aufgeklärt wurden. Die Anzahl der Verdächtigen betrug 380, darunter 329 Männer, 51 Frauen und 152 Nicht-Deutsche. Im Jahr 2023 sank die Zahl der registrierten Fälle auf 236, von denen 225 aufgeklärt wurden. Die Anzahl der Verdächtigen verringerte sich auf 315, darunter 269 Männer, 46 Frauen und 127 Nicht-Deutsche. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Mordfällen in Deutschland mit 470 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 278 | 236 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 258 | 225 |
| Anzahl der Verdächtigen | 380 | 315 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 329 | 269 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 51 | 46 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 152 | 127 |
Quelle: Bundeskriminalamt








