Die Freiwilligen Feuerwehren Aurichs testeten die neue Arbeitsstruktur und Tablets in groß angelegter Übung mit 100 Teilnehmenden im gesamten Stadtgebiet.
Aurich: Feuerwehren üben Einsatz neuer Tablets und Arbeitsstruktur

Stadt Aurich (ost)
Am Samstag führten die Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Aurich eine gemeinsame Übung im gesamten Stadtgebiet durch, an der rund 100 Teilnehmer teilnahmen. Das Hauptziel war die Erprobung der neu beschafften Tablets für die Einsatzfahrzeuge aus dem vergangenen Jahr in Verbindung mit der vollständig überarbeiteten Arbeitsstruktur. Diese soll zukünftig größere Einsatzszenarien bewältigen, die beispielsweise durch Sturm, Hochwasser oder ähnliche Ereignisse verursacht werden. Nach einem Starkregenereignis im August 2024 hatte eine Arbeitsgruppe die Optimierung der Vorgehensweise in solchen Situationen angestrebt und ein Konzept entwickelt, das nun mit allen zehn Ortsfeuerwehren in der Realität getestet werden sollte.
Die Örtliche Einsatzleitung der Auricher Feuerwehren, bestehend aus Mitgliedern der Besatzungen der Einsatzleitwagen der Ortswehren Aurich und Sandhorst, bildet den Kern der speziellen Organisationsstruktur im Falle eines flächendeckenden Einsatzes, beispielsweise durch Unwetter. Im Ernstfall koordinieren sie die verfügbaren Rettungsmittel, um die Hilfeersuchen, die normalerweise von der Leitstelle im Stadtgebiet übermittelt werden, zu bewältigen. Die Priorität liegt dabei auf der Dringlichkeit und der rechtzeitigen Bedienung jeder Notsituation mit dem geeigneten Mittel. Die Disposition der Einsatzaufträge erfolgt über die Anwendung Fireboard des gleichnamigen Herstellers, um effizient, schnell und zuverlässig kommunizieren zu können.
Während der Übung meldeten sich die beteiligten Fahrzeuge der Ortsfeuerwehren zunächst einsatzbereit an ihren Standorten und erhielten ab 09:15 Uhr die fiktiven Einsatzmeldungen von der Örtlichen Einsatzleitung im Feuerwehrhaus Sandhorst auf ihre Tablets übermittelt. Nach Übernahme der Aufträge fuhren sie die angegebenen Adressen an, gaben eine Rückmeldung über die vorgefundene Lage und etwaige Tätigkeiten. Die Entlastung des Funkverkehrs gemäß dem Konzept wurde praktisch umgesetzt, um diesen für dringende Szenarien freizuhalten und eine gezieltere Kommunikation zu ermöglichen. Dank der getesteten Mobilfunkanbindung der Endgeräte ist eine Standortlokalisierung möglich, um stets das nächstgelegene verfügbare Einsatzmittel zu entsenden.
Am Samstagvormittag wurde die Vorgehensweise anhand von insgesamt 180 generierten Szenarien im gesamten Auricher Stadtgebiet intensiv getestet. Anschließend fand eine Nachbesprechung im Feuerwehrhaus Sandhorst statt, an der alle Teilnehmer teilnahmen. Das Feedback von den Einsatzkräften und der Örtlichen Einsatzleitung bestätigte den positiven Eindruck, sodass die Zielsetzung des Tages als erreicht betrachtet wurde. Das übermittelte Feedback wird in den kommenden Wochen und Monaten hinsichtlich möglicher Optimierungen aufgearbeitet und in die Anwendung übernommen, um die Vorgehensweise für den Ernstfall zu verbessern und die Funktionalität zu gewährleisten, um schnell und bestmöglich Hilfe leisten zu können.
Quelle: Presseportal








