Ein Sattelzug mit schweren technischen Mängeln wurde auf der Autobahn 1 gestoppt. Das Gespann war auf dem Weg nach Spanien und stark überladen.
Autobahnpolizei Ahlhorn: Gefährliches Fahrzeug gestoppt

Delmenhorst (ost)
Am Freitag, den 11. September 2026, um 4:50 Uhr, haben Beamte der Autobahnpolizei Ahlhorn eine potenzielle Gefahr aus dem Verkehr gezogen. Der Sattelzug fiel den Beamten auf der Autobahn 1 im Bereich der Gemeinde Emstek auf, da er mit langsamer Geschwindigkeit in Richtung Osnabrück unterwegs war und bereits bei Vorbeifahren einen fragwürdigen technischen Zustand zeigte.
Während der ersten technischen Kontrolle auf einem Autobahnparkplatz stellten die Beamten neben dem optisch schlechten Zustand fest, dass alle Warnleuchten im Armaturenbrett der Sattelzugmaschine leuchteten. Der stark korrosionsgeschwächte Sattelanhänger war mit zwei Sattelzugmaschinen und zwei Pkw beladen. Aufgrund der Ladungshöhe war das Dach des Sattelanhängers entfernt worden, was zu einer deutlichen Überschreitung der gesetzlich erlaubten Fahrzeughöhe führte.
Das gesamte Gespann war auf dem Weg nach Spanien, um dort per Schiff exportiert zu werden.
Bei einer gründlicheren Untersuchung in einer nahegelegenen Prüfstation konnte aufgrund schwerwiegender Bremsenmängel keine vollständige Bremsenprüfung durchgeführt werden. Ein undichter Luftpresser der Zugmaschine führte dazu, dass die Betriebsbremsanlage aufgrund fehlender Druckluft nahezu funktionsunfähig war. Beide Fahrzeuge wurden als nicht verkehrstüchtig eingestuft, wodurch eine Gefahrenbremsung, beispielsweise in einem Stau, nicht möglich gewesen wäre.
Gegen den Fahrzeugverantwortlichen aus Hamburg wurde ein umfangreiches Verfahren wegen verschiedener Verkehrsverstöße eingeleitet.
Aufgrund der konkreten Gefährdung für andere Verkehrsteilnehmer wurde eine technische Sperre angelegt, um die Weiterfahrt zu verhindern.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Niedersachsen für 2023
Im Jahr 2023 gab es in Niedersachsen insgesamt 211.737 Verkehrsunfälle. Davon waren 32.471 Unfälle mit Personenschaden, was 15,34% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 2,02% der Gesamtunfälle aus, was 4.271 Unfällen entspricht. 1.665 Unfälle, also 0,79%, wurden unter dem Einfluss berauschender Mittel verursacht. Die restlichen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 81,86% oder 173.330 Unfälle. Innerorts ereigneten sich 24.125 Unfälle (11,39%), außerorts (ohne Autobahnen) waren es 13.995 Unfälle (6,61%) und auf Autobahnen 3.672 Unfälle (1,73%). Insgesamt gab es 423 Getötete, 5.122 Schwerverletzte und 36.247 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 211.737 |
| Unfälle mit Personenschaden | 32.471 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 4.271 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 1.665 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 173.330 |
| Ortslage – innerorts | 24.125 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 13.995 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 3.672 |
| Getötete | 423 |
| Schwerverletzte | 5.122 |
| Leichtverletzte | 36.247 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








