Zahlreiche Fahrzeuge kontrolliert, über 100 Verkehrsverstöße festgestellt, 100 Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet.
Autoposer-Szene: Polizei ahndet zahlreiche Verstöße

Osnabrück (ost)
Zum Start der Autoposer-Saison führte die Polizei Osnabrück am Karfreitag umfangreiche Verkehrskontrollen an mehreren bekannten Treffpunkten durch. Während des Einsatzes wurden über 100 Fahrzeuge überprüft und zahlreiche Verkehrsverstöße festgestellt. Die Polizei leitete rund ein Dutzend Strafverfahren und über 100 Ordnungswidrigkeitenverfahren ein. Ab 16 Uhr richteten die Einsatzkräfte mobile Kontrollstellen ein.
„Die Maßnahmen dienten der konsequenten Überwachung der geltenden Verkehrsregeln und der Gewährleistung der Verkehrssicherheit“, sagte Jannis Gervelmeyer, Sprecher der Polizei Osnabrück.
Einsatzort Bad Essen (Ortsteil Wehrendorf)
Vor dem Karfreitag wurde ein Treffen an einer Tankstelle im Bad Essener Ortsteil Wehrendorf angekündigt. Die zuständige Gemeinde erteilte keine Genehmigung unter Verweis auf das Sonn- und Feiertagsgesetz. Eine angemeldete Versammlung wurde nach behördlicher Absprache zurückgezogen. Am Karfreitag nachmittags versammelten sich dennoch mehrere Personen mit ihren Fahrzeugen am geplanten Ort. Die Polizei löste die Versammlung auf und sprach Platzverweise aus.
Einsatzort Pagenstecherstraße, Osnabrück
Gegen 16 Uhr trafen die ersten Fahrzeuge und Besucher ein. Insgesamt waren etwa 250 Fahrzeuge und 500 Personen in der Pagenstecherstraße. Der Verkehr war zunächst nicht beeinträchtigt. Später kam es jedoch zu Beschleunigungsfahrten und unnötigem Lärm. Viele Schaulustige beobachteten das Geschehen entlang der Straße. Die Polizei führte sowohl mobile als auch stationäre Kontrollen durch und ergriff entsprechende Maßnahmen. Gegen Mitternacht nahm der Verkehr deutlich ab.
Polizeiliche Maßnahmen und Bilanz
Während des koordinierten Einsatzes wurden insgesamt 108 Fahrzeuge kontrolliert. Es wurden verschiedene Maßnahmen ergriffen, wie Beschlagnahmungen, Platzverweise und Fahrverbote.
Die Polizei leitete insgesamt sieben Strafverfahren ein, darunter Verstöße gegen das Pflichtversicherungsgesetz (4), Fahren ohne Fahrerlaubnis (2) und Manipulation an Wegstreckenzählern (1).
Zusätzlich wurden 144 Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet, darunter Verstöße wegen unnötigem Lärm (17), Geschwindigkeitsüberschreitungen (76), technischen Veränderungen an Fahrzeugen (18) und weitere Verkehrsverstöße.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Niedersachsen für 2023
Im Jahr 2023 gab es in Niedersachsen insgesamt 211.737 Verkehrsunfälle. Davon waren 32.471 Unfälle mit Personenschaden, was 15,34% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 4.271 aus, was 2,02% aller Unfälle ausmacht. 1.665 Unfälle wurden unter dem Einfluss berauschender Mittel verursacht, was 0,79% entspricht. Die restlichen 173.330 Unfälle waren Sachschadensunfälle, was 81,86% aller Unfälle ausmacht. In der Ortslage innerorts gab es 24.125 Unfälle (11,39%), außerorts (ohne Autobahnen) 13.995 Unfälle (6,61%) und auf Autobahnen 3.672 Unfälle (1,73%). Insgesamt gab es 423 Getötete, 5.122 Schwerverletzte und 36.247 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 211.737 |
| Unfälle mit Personenschaden | 32.471 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 4.271 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 1.665 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 173.330 |
| Ortslage – innerorts | 24.125 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 13.995 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 3.672 |
| Getötete | 423 |
| Schwerverletzte | 5.122 |
| Leichtverletzte | 36.247 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








