Ein Mann wurde an der deutsch-niederländischen Grenze festgenommen. Neben einer Ersatzfreiheitsstrafe von über zwei Wochen drohen ihm Strafanzeigen wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis und Besitz von Betäubungsmitteln.
Bad Bentheim: Haftbefehl vollstreckt, Anzeigen erhalten

Bad Bentheim (ost)
Ein Mann, der per Haftbefehl gesucht wurde, wurde in der Nacht zum Mittwoch an der deutsch-niederländischen Grenze von der Bundespolizei festgenommen. Der Fahrer eines dänischen Fahrzeugs war mit mehr als zwei Wochen Gefängnis bedroht, da er bei der Einreise keine Fahrerlaubnis hatte, aber eine geringe Menge Betäubungsmittel besaß. Daher wurde ein Strafverfahren eingeleitet.
Die Bundespolizei kontrollierte den Autofahrer um 2:50 Uhr im Rahmen der vorübergehend wieder eingeführten Grenzkontrollen an der deutsch-niederländischen Grenze an der Kontrollstelle auf dem Rastplatz Bentheimer Wald an der Autobahn 30.
Während der Kontrolle gab der 31-Jährige an, dass er seinen Führerschein vergessen hatte. Bei der Überprüfung seiner Identität stellte sich jedoch heraus, dass der Däne nicht nur keinen Führerschein besaß, sondern auch ein Haftbefehl der zuständigen Staatsanwaltschaft gegen ihn vorlag. Er war zuvor wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis zu einer Ersatzfreiheitsstrafe von mehr als zwei Wochen verurteilt worden. Nur durch die Zahlung einer Geldstrafe von 1.200 Euro konnte er einen Gefängnisaufenthalt vermeiden. Bei der Durchsuchung wurde außerdem eine geringe Menge Marihuana gefunden und sichergestellt.
Der Festgenommene schaffte es schließlich, die Geldstrafe von 1.200 Euro zu bezahlen. Dennoch erhielt er eine erneute Anzeige wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis und eine weitere Anzeige wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz.
Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen durfte der 31-Jährige seine Reise fortsetzen. Die Weiterfahrt wurde ihm jedoch untersagt.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Niedersachsen für 2022/2023
Die Drogenraten in Niedersachsen zwischen 2022 und 2023 sind relativ stabil geblieben. Im Jahr 2022 wurden 35.970 Fälle von Drogenkriminalität registriert, wovon 33.839 Fälle gelöst werden konnten. Die Anzahl der Verdächtigen lag bei 30.300, wovon 26.376 männlich und 3.924 weiblich waren. Nicht-deutsche Verdächtige machten 7.947 aus. Im Jahr 2023 stieg die Anzahl der registrierten Fälle leicht auf 36.058, von denen 33.800 gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen sank auf 29.653, wovon 25.755 männlich und 3.898 weiblich waren. Nicht-deutsche Verdächtige stiegen auf 8.584. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Drogenfällen in Deutschland mit 73.917 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 35.970 | 36.058 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 33.839 | 33.800 |
| Anzahl der Verdächtigen | 30.300 | 29.653 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 26.376 | 25.755 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 3.924 | 3.898 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 7.947 | 8.584 |
Quelle: Bundeskriminalamt








