Dominik Ströer ist seit dem 1. Juli neuer Teamleiter des Grenzüberschreitenden Polizeiteams in Bad Bentheim. Der Wechsel erfolgt turnusmäßig zwischen den beteiligten Polizeibehörden.
Bad Bentheim: Neue Leitung beim GPT

Osnabrück/Bad Bentheim (ost)
Das Grenzüberschreitende Polizeiteam (GPT) in Bad Bentheim bekommt einen neuen Chef: Seit dem 1. Juli ist Dominik Ströer neuer Teamleiter und damit steht das 20-köpfige internationale Polizeiteam erstmals seit 2021 wieder unter der Leitung der Polizeidirektion Osnabrück.
Der Wechsel der Teamleitung erfolgt turnusmäßig zwischen den fünf beteiligten Polizeibehörden und ist jeweils für die Dauer von einem Jahr vorgesehen.
Dominik Ströer ist seit Beendigung seines Studiums an der Polizeiakademie in Oldenburg im Jahr 2015 Angehöriger der Polizeiinspektion Emsland / Grafschaft Bentheim. Seine ersten dienstlichen Erfahrungen sammelte der 37-jährige Polizeioberkommissar im Einsatz- und Streifendienst des Polizeikommissariats Nordhorn, ehe im Jahr 2018 der erste Wechsel zum Grenzüberschreitenden Polizeiteam folgte. Im Zeitraum von 2022 bis 2025 folgten weitere Verwendungen bei der Autobahnpolizei in Wietmarschen/Lohne sowie im Zentralen Kriminaldienst der Polizeiinspektion mit Sitz in Lingen. Im Sommer 2025 übernahm der 37-jährige dann zunächst die stellvertretende Teamleitung der binationalen Einheit, ehe nun der Schritt an die Spitze und die damit einhergehende Ablöse des bisherigen Teamleiters, 1te Luitenant Bert Bruins von der Koninklijken Marechaussee folgte.
„Es macht mich stolz und ich bin sehr dankbar für das kommende Jahr die Leitung dieses motivierten und erfolgreichen Teams übernehmen zu dürfen. Die Zusammenarbeit zwischen den deutschen und niederländischen Polizeibehörden ist in den vergangenen Jahren stetig weitergewachsen und ich freue mich, dass wir mit dem GPT in Bad Bentheim bereits seit 2008 und auch weiterhin einen maßgeblichen Anteil dazu beitragen können“, so Ströer.
Knapp 20.000 Mal wurde das GPT insgesamt seit Bestehen tätig. Es gelang, mehr als 12.500 Straftaten bzw. Ordnungswidrigkeiten aufzudecken und zu verfolgen. In über 1.000 Fällen konnte das Team per internationaler Fahndung gesuchte Straftäter oder Güter von hohem Wert aufgreifen. Noch dazu unterstützte das Team bei über 8.700 Einsätzen benachbarte Polizeidienststellen. Etwa 750 kg Betäubungsmittel mit einem Marktwert von über zehn Millionen Euro konnte das Team im Laufe der Jahre sicherstellen.
Das Grenzüberschreitende Polizeiteam (GPT) ist ein Zusammenschluss zwischen der Koninklijken Marechaussee (NL), der Politie-Eenheid Oost-Nederland (NL), der Bundespolizeidirektion Hannover, der Polizeidirektion Osnabrück (Niedersachsen) und der Kreispolizeibehörde Borken (Nordrhein-Westfalen). Das Team führt in seiner jetzigen Form seit 2008 im deutsch-niederländischen Grenzraum gemeinsame Streifen zur Bekämpfung grenzüberschreitender Delikte wie Schleusungskriminalität, Menschenhandel, Dokumentenkriminalität, Drogenhandel, Geldwäsche und der Eigentums-Kriminalität durch und hat sich als ein Garant für die Sicherheit der Menschen in der Grenzregion und darüber hinaus etabliert.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Niedersachsen für 2022/2023
Die Drogenraten in Niedersachsen zwischen 2022 und 2023 blieben relativ stabil. Im Jahr 2022 wurden 35.970 Fälle von Drogenvergehen erfasst, wovon 33.839 gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen belief sich auf 30.300, wobei 26.376 männliche Verdächtige und 3.924 weibliche Verdächtige waren. Darunter waren 7.947 nicht-deutsche Verdächtige. Im Jahr 2023 stieg die Anzahl der erfassten Fälle leicht auf 36.058, wobei 33.800 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen sank jedoch auf 29.653, mit 25.755 männlichen und 3.898 weiblichen Verdächtigen, darunter 8.584 nicht-deutsche Verdächtige. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 mit 73.917 die höchste Anzahl an Drogenfällen in Deutschland.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 35.970 | 36.058 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 33.839 | 33.800 |
| Anzahl der Verdächtigen | 30.300 | 29.653 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 26.376 | 25.755 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 3.924 | 3.898 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 7.947 | 8.584 |
Quelle: Bundeskriminalamt








