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Bad Grund: Polizei durchsucht Wohnung in Windhausen

Einsatzkräfte finden Cannabis, Waffen, Fahrräder und E-Scooter. Ermittlungen gegen den Wohnungsinhaber laufen.

Foto: Depositphotos

Göttingen (ost)

Bad Grund, OT Windhausen, Am Schwarzen Wasser Samstag, 23. Mai 2026, ab etwa 10.15 Uhr

BAD GRUND (ab) – Im Zuge von Ermittlungen wegen des Verdachts auf Drogenhandel durchsuchten Einsatzkräfte des Polizeikommissariats Osterode am vergangenen Samstag (23.05.26) eine Wohnung in der Straße Am Schwarzen Wasser im Ortsteil Windhausen von Bad Grund (Landkreis Göttingen). Nach Absprache mit der zuständigen Staatsanwaltschaft Göttingen erließ das Amtsgericht auf ihren Antrag hin einen Durchsuchungsbeschluss.

Während der Durchsuchung entdeckten die Beamten unter anderem Cannabispflanzen, mehrere große Beutel mit geerntetem Cannabis und weitere Gegenstände, die möglicherweise mit dem Verdacht auf Drogenhandel in Verbindung stehen. Die gefundenen Substanzen wurden beschlagnahmt und werden nun forensisch untersucht.

Zusätzlich stellten die Einsatzkräfte verschiedene Hieb-, Stich- und Schlagwaffen sowie Luftgewehre sicher. Ob und in welchem Ausmaß Verstöße gegen das Waffenrecht vorliegen, wird Gegenstand weiterer Ermittlungen sein.

In der Wohnung und der Umgebung wurden zudem mehrere Fahrräder und E-Scooter gefunden. Für einige dieser Fahrzeuge konnte vor Ort kein Eigentumsnachweis erbracht werden. Ein E-Scooter war bereits als gestohlen gemeldet. Die Untersuchungen zur Herkunft der anderen Fahrzeuge dauern an.

Der 34-jährige Wohnungsinhaber ist der Polizei aus früheren, ähnlich gelagerten Ermittlungsverfahren bereits bekannt. Bereits im Februar 2026 gab es an derselben Adresse im Rahmen eines separaten Ermittlungsverfahrens Durchsuchungen. Dabei wurden unter anderem Betäubungsmittel, mutmaßliches Diebesgut und Waffen sichergestellt.

Gegen den Wohnungsinhaber wurden entsprechende Strafverfahren eingeleitet. Die Ermittlungen gegen ihn dauern weiter an.

Quelle: Presseportal

Statistiken zur Drogenkriminalität in Niedersachsen für 2022/2023

Die Drogenraten in Niedersachsen zwischen 2022 und 2023 blieben relativ stabil. Im Jahr 2022 wurden 35.970 Fälle von Drogenkriminalität registriert, wovon 33.839 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen belief sich auf 30.300, wobei 26.376 männliche und 3.924 weibliche Verdächtige waren. 7.947 Verdächtige waren nicht-deutscher Herkunft. Im Jahr 2023 stiegen die Zahlen leicht an, mit insgesamt 36.058 registrierten Fällen, wovon 33.800 gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen sank auf 29.653, wobei 25.755 männliche und 3.898 weibliche Verdächtige waren. 8.584 Verdächtige waren nicht-deutscher Herkunft. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an registrierten Drogenfällen in Deutschland mit 73.917 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 35.970 36.058
Anzahl der aufgeklärten Fälle 33.839 33.800
Anzahl der Verdächtigen 30.300 29.653
Anzahl der männlichen Verdächtigen 26.376 25.755
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 3.924 3.898
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 7.947 8.584

Quelle: Bundeskriminalamt

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