Polizeihubschrauber lokalisiert 25-Jährigen. Mann festgenommen wegen bandenmäßigen Handeltreibens mit Betäubungsmitteln. Untersuchungshaftbefehl liegt vor.
Bad Münder am Deister: Flucht vor Polizeikontrolle endet im Maisfeld

Bad Münder (ost)
Am Montag (27.07.2026), gegen 17:44 Uhr, versuchte eine Streifenwagenbesatzung auf der Bundesstraße 442 bei Bad Münder, einen PKW zu kontrollieren. Der Fahrer des Fahrzeugs floh und versteckte sich dann in einem Maisfeld. Mit Hilfe eines Polizeihubschraubers konnte der Mann aufgespürt und festgenommen werden.
Die Einsatzkräfte entdeckten das Auto auf der Bundesstraße 442 zwischen Nettelrede und Eimbeckhausen. Als sie dem Fahrer signalisierten, anzuhalten, bremste er plötzlich ab und bog in einen Feldweg ein. Die Beamten nahmen die Verfolgung auf.
Kurze Zeit später fanden sie das verlassene Auto vor einem Maisfeld südwestlich des Bad Münderaner Ortsteils Luttringhausen. Eine Spur führte vom Fahrzeug in das Feld. Weitere Polizeikräfte umstellten daraufhin den Bereich. Mit Hilfe eines Polizeihubschraubers konnte der Flüchtige im angrenzenden Maisfeld ausfindig gemacht werden. Der 25-jährige albanische Staatsangehörige wurde widerstandslos festgenommen.
Bei der Überprüfung stellte sich heraus, dass gegen den Mann ein Haftbefehl des Amtsgerichts Schwerin wegen des Verdachts des bandenmäßigen Handeltreibens mit Betäubungsmitteln vorliegt. Er wurde in Polizeigewahrsam genommen und soll am Dienstag (28.07.2026) dem zuständigen Amtsgericht vorgeführt werden.
Im Auto fanden die Einsatzkräfte unter anderem Betäubungsmittel und verschreibungspflichtige Medikamente. Eine Bereitschaftsrichterin des Amtsgerichts Hannover ordnete die Beschlagnahme und Durchsuchung des Fahrzeugs an.
Das Fahrzeug war nicht zugelassen und hatte keinen gültigen Versicherungsschutz. Entstempelte Kennzeichen, die nicht für dieses Auto ausgegeben worden waren, waren angebracht. Außerdem besaß der 25-Jährige keine gültige Fahrerlaubnis. Nach bisherigen Erkenntnissen wurden keine Kraftfahrzeugsteuern für das Fahrzeug entrichtet.
Die Polizei leitete Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Kennzeichenmissbrauchs, Fahrens ohne Fahrerlaubnis, Steuerhinterziehung und unerlaubten Aufenthalts ein. Darüber hinaus wird wegen Verstößen gegen das Pflichtversicherungsgesetz, das Betäubungsmittelgesetz und das Arzneimittelgesetz ermittelt. Die weiteren Ermittlungen dauern an.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Niedersachsen für 2022/2023
Die Drogenraten in Niedersachsen zwischen 2022 und 2023 blieben relativ stabil. Im Jahr 2022 wurden insgesamt 35.970 Fälle von Drogenkriminalität erfasst, wovon 33.839 Fälle gelöst wurden. Es gab insgesamt 30.300 Verdächtige, darunter 26.376 Männer und 3.924 Frauen. 7.947 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Jahr 2023 stieg die Anzahl der erfassten Fälle leicht auf 36.058, wobei 33.800 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen sank auf 29.653, wobei 25.755 Männer und 3.898 Frauen verdächtigt wurden. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg auf 8.584. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Drogenfällen in Deutschland mit 73.917 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 35.970 | 36.058 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 33.839 | 33.800 |
| Anzahl der Verdächtigen | 30.300 | 29.653 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 26.376 | 25.755 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 3.924 | 3.898 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 7.947 | 8.584 |
Quelle: Bundeskriminalamt
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Niedersachsen für 2023
Im Jahr 2023 gab es in Niedersachsen insgesamt 211.737 Verkehrsunfälle. Davon waren 32.471 Unfälle mit Personenschaden, was 15,34% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 4.271 Fälle aus, was 2,02% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 1.665 Fällen registriert, was 0,79% entspricht. Die meisten Unfälle waren Übrige Sachschadensunfälle mit 173.330 Fällen, was 81,86% entspricht. Innerorts gab es 24.125 Unfälle (11,39%), außerorts (ohne Autobahnen) 13.995 Unfälle (6,61%) und auf Autobahnen 3.672 Unfälle (1,73%). Bei den Verkehrsunfällen wurden 423 Personen getötet, 5.122 Personen schwer verletzt und 36.247 Personen leicht verletzt.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 211.737 |
| Unfälle mit Personenschaden | 32.471 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 4.271 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 1.665 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 173.330 |
| Ortslage – innerorts | 24.125 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 13.995 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 3.672 |
| Getötete | 423 |
| Schwerverletzte | 5.122 |
| Leichtverletzte | 36.247 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








