Soziale Medien prägen den Alltag. Wie wirken extremistische Inhalte auf Nutzer? Diskussion mit Medienpädagogen und Schulen zur kritischen Auseinandersetzung mit Plattformen.
Belsen: Veranstaltung zu Extremismus auf TikTok & Co

Celle (ost)
Die Nutzung von sozialen Medien ist mittlerweile ein fester Bestandteil unseres Alltags. Insbesondere junge Menschen nutzen Plattformen wie TikTok täglich, um mit Freunden zu kommunizieren, Informationen zu erhalten und sich selbst darzustellen. Politische Inhalte sind ebenfalls weit verbreitet, oft vereinfacht, emotionalisiert und ohne klare Quellen.
Welchen Einfluss haben solche Inhalte auf die Nutzer? Und welche Rolle spielen Algorithmen dabei, welche Beiträge überhaupt angezeigt werden? Diese Fragen wurden vom Netzwerk Demokratische Strukturen stärken (bestehend aus der Stadt Celle, der Volkshochschule Celle, der Gedenkstätte Bergen-Belsen, der Polizeiinspektion Celle, dem KESS Familienzentrum, dem Kreissportbund Celle, der CD-Kaserne, der Stadt Bergen und dem Landkreis Celle) aufgegriffen, das zu einer Veranstaltung mit dem Titel „Extremismus auf TikTok & Co“ einlud. Der Medienpädagoge Sebastian Zollner wurde eingeladen, um die Funktionsweise sozialer Plattformen sowie die Strategien extremistischer Akteure zu erläutern.
An zwei Vormittagen nahmen insgesamt drei Schulen aus Celle (KAV, Ernestinum, OBS Welfenallee) mit Schülern der Jahrgänge 9 und 10 teil. Im Fokus stand die kritische Auseinandersetzung mit der eigenen „For You Page“: Warum wirken bestimmte Inhalte überzeugend? Wie entstehen einseitige Perspektiven? Und wie schaffen es extremistische Akteure, gezielt Aufmerksamkeit zu erregen?
Am Nachmittag richtete sich die Veranstaltung an pädagogische Fachkräfte, Sozialarbeiter sowie weitere lokale Akteure. Neben der Analyse digitaler Radikalisierungsprozesse wurden konkrete Ansätze zur Gegenrede und zum bewussten Umgang mit sozialen Medien im beruflichen und privaten Umfeld präsentiert.
Das Ziel der Veranstaltung war es, einen einfachen Einstieg in das Thema Extremismus in sozialen Medien zu bieten und das Bewusstsein dafür zu schärfen, wie Nutzer schnell mit problematischen Erzählungen in Kontakt kommen können, auch durch alltäglichen, scheinbar passiven Konsum. Das Netzwerk Demokratische Strukturen stärken bedankt sich bei allen Teilnehmern für das große Interesse und den engagierten Austausch.
Quelle: Presseportal








