Das Landeskriminalamt Niedersachsen warnt vor Romance- oder Love-Scamming, einer Form des Betrugs, die zu finanziellen Schäden führen kann. Betrüger agieren äußerst professionell und psychologisch geschickt, um potenzielle Opfer zu täuschen.
Betrug mit falscher Liebe: Landeskriminalamt Niedersachsen warnt vor Love-Scamming

Hannover (ost)
Das Landeskriminalamt Niedersachsen warnt dringend vor dem sogenannten Romance- oder Love-Scamming. Diese Art von Betrug tritt seit Jahren auf und kann zu erheblichen finanziellen Schäden führen. Die Täter und Täterinnen gehen äußerst professionell und psychologisch geschickt vor.
Immer mehr Menschen suchen online nach Nähe und Partnerschaft. Dating-Apps und soziale Netzwerke sind längst Teil des Alltags. Dies wird auch von Betrügern ausgenutzt, die gezielt in den sozialen Netzwerken, Online-Dating-Plattformen oder beruflichen Netzwerken nach potenziellen Opfern suchen. Die Täter und Täterinnen beim Love-Scamming treten mit erfundenen, seriös wirkenden Identitäten auf, wie etwa als Fachkräfte, Soldaten oder Geschäftsleute. Sie verwenden meist attraktive, aber gestohlene oder künstlich erzeugte Profilbilder, Ausweisbilder oder ähnliche echt wirkende Dokumente und geben oft die USA oder europäische Länder als Wohnsitz an, obwohl sie oft aus Westafrika operieren. Durch sehr gute Sprachkenntnisse oder den Einsatz professioneller Übersetzungsprogramme bleibt der Betrug für die Opfer oft lange unbemerkt.
Ein kurzer Chat, eine freundliche Nachricht oder eine ansprechend formulierte E-Mail von einer unbekannten Person: Als Erstkontakt dient oft eine Einladung zum Chat. Um Vertrauen zu gewinnen, geben sie sich als fürsorgliche und charmante Person aus. Dann erfinden sie glaubwürdige und detaillierte Lebensgeschichten, die seriös wirken. Das Ziel ist, Geld zu erlangen.
Der Ablauf ist oft ähnlich. Es wird Kontakt zum Opfer aufgenommen. Die Gespräche sind oft voller Komplimente und großem Interesse am Leben des anderen. Innerhalb kurzer Zeit entstehen intensive Gespräche, Liebesbekundungen und Zukunftspläne. Nicht selten schaffen es die Betrüger, ohne persönliche Treffen fester Bestandteil des Alltags ihrer Opfer zu werden. Dann erzählen die Täter plötzlich dramatische Geschichten: kranke Verwandte, Probleme bei der Ticket-Buchung, blockierte Konten oder unerwartete Notfälle. Schließlich bitten die Täter um finanzielle Hilfe – oft unter Zeitdruck. Es werden Überweisungen, Gutscheinkarten oder Kryptowährung gefordert. Dadurch entstehen immer neue Notlagen, die weitere Zahlungen nötig machen. Dies endet oft erst, wenn die Opfer finanziell belastet oder bereits hochverschuldet sind.
So können Sie sich schützen:
Wichtig:
Betroffene müssen sich nicht schämen. Love-Scamming kann jeden treffen – unabhängig von Alter, Geschlecht oder Bildungsstand. Je früher sich Geschädigte an die Polizei wenden, desto besser sind die Möglichkeiten, weiteren Schaden zu verhindern und Täterstrukturen aufzuklären.
Quelle: Presseportal








