Mobiles Menü schließen
Startseite Schlagzeilen

Betrugsmasche „Finanzagenten“ in Heidekreis

Kriminelle werben mit lukrativen Finanzjobs, doch die Polizei warnt vor Geldwäsche und rechtlichen Konsequenzen.

Foto: unsplash

Heidekreis (ost)

08.05.2026 / Warnung der Polizei vor der Betrugsmasche „Finanzagenten“

Mit Versprechungen wie „Beste Verdienstmöglichkeit mit wenig Arbeit“ werben Kriminelle derzeit verstärkt um Finanzagenten. Die Polizeiinspektion Heidekreis warnt eindringlich vor dieser Art von Betrug.

Die Täter geben sich als Vertreter seriöser Unternehmen aus und bieten lukrative Jobs im Finanzmanagement an. Sie suchen Personen, die ihr Bankkonto für Zahlungsabwicklungen zur Verfügung stellen. Die Stellenbezeichnungen klingen oft seriös, z.B. „Financial Agent“, „Finanzmanager“, „Treuhandagent“, „Prozessmanager“ oder „Regional Manager für Zahlungsbearbeitung“.

Die angeworbenen Personen erhalten Geld auf ihr Konto und sollen es dann – oft gegen eine Provision von fünf bis 20 Prozent – per Bargeldtransfer, Finanzdienstleister oder Kryptowährungen an andere weiterleiten.

Viele Betroffene wissen nicht, dass das Geld oft aus Straftaten stammt, z.B. von Betrugsopfern. Wenn die ursprünglichen Überweisungen zurückgebucht werden, bleibt der Finanzagent oft auf dem Schaden sitzen. Es drohen auch strafrechtliche Konsequenzen, besonders wegen Geldwäscheverdachts.

Auch in der Zuständigkeit der Polizeiinspektion Heidekreis werden solche Fälle bekannt. Die Ermittlungen richten sich oft gegen Personen, die die Folgen ihres Handelns nicht erkannt haben.

Finanzagenten ahnen oft nicht, dass sie wegen leichtfertiger Geldwäsche bestraft werden können und Schadensersatzansprüche drohen. Die BaFin kann auch ein Verfahren wegen unerlaubter Finanzdienstleistungen einleiten. Banken kündigen regelmäßig die Konten von Finanzagenten.

Die Ermittlungsbehörden beobachten vermehrt Fälle, in denen Finanzagenten dazu gebracht werden, Kryptoaccounts einzurichten und zu nutzen.

Die Polizeiinspektion Heidekreis rät dringend:

Seien Sie misstrauisch, wenn ein Angebot zu verlockend erscheint!

Quelle: Presseportal

Karte für diesen Artikel

nf24