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Boffzen: Erneute Farbschmierereien am Gedenkstein für ermordete Polizisten

Unbekannte Täter haben erneut den Gedenkstein im Rottmündetal beschmiert, was zu Entsetzen und Empörung führt.

Der Gedenkstein für die ermordeten Polizisten wurde mit grüner Farbe übergossen.
Foto: Presseportal.de

Holzminden (ost)

Am Dienstag, den 21.07.2026, hat die Polizeistation Boffzen eine Beschädigung am Gedenkstein für die verstorbenen Polizisten im Dienst entdeckt und eine entsprechende Strafanzeige erstattet. Der Vorfall ereignete sich zwischen dem 17.07.26 und dem 20.07.26.

Der Gedenkstein am Waldparkplatz an der L 549 zwischen Boffzen und Neuhaus erinnert an den Mord an zwei Polizisten aus Holzminden in der Nacht zum 12.10.1991 im Rottmündetal. Die Beamten wurden damals auf hinterhältige Weise in einen Hinterhalt gelockt und brutal ermordet.

Unbekannte Täter haben den Gedenkstein mit grüner Farbe übergossen und dadurch schwer beschädigt. Die Polizei hat sofort eine Reinigung in Auftrag gegeben.

Der Gedenkstein wurde bereits zwei Mal zuvor auf ähnliche Weise beschmiert. Im November 2019 und im Juni 2021 haben Unbekannte ebenfalls Farbe über den Gedenkstein geschüttet. Die Entfernung der Farbe gestaltet sich aufgrund der Beschaffenheit des Steins als äußerst aufwendig.

Die Beschädigungen lösen Entsetzen und Empörung bei den Angehörigen der getöteten Polizisten und in der Polizei aus.

Die Polizei Holzminden hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet dringend um Hinweise von möglichen Zeugen unter der Nummer 05531-958-0, die verdächtige Personen oder Fahrzeuge in der Nähe des Gedenksteins beobachtet haben könnten.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Niedersachsen für 2022/2023

Die Mordraten in Niedersachsen zwischen 2022 und 2023 sind rückläufig. Im Jahr 2022 wurden 278 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 nur noch 236 waren. Die Anzahl der gelösten Fälle sank ebenfalls von 258 auf 225. Die Anzahl der Verdächtigen ging von 380 auf 315 zurück, wobei die meisten Verdächtigen männlich waren. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Mordfällen in Deutschland mit 470 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 278 236
Anzahl der aufgeklärten Fälle 258 225
Anzahl der Verdächtigen 380 315
Anzahl der männlichen Verdächtigen 329 269
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 51 46
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 152 127

Quelle: Bundeskriminalamt

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